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27. August 2011

Hagel im Weinbau mit Chemie bekämpfen

Nach den schweren Unwettern am Mittwoch in Rheinland-Pfalz hat sich die CDU-Landtagsfraktion für den Einsatz von Hagelfliegern ausgesprochen

Man müsse alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Schaden in der Landwirtschaft und im Weinbau künftig zu minimieren, teilte die Fraktion am Freitag in Mainz mit. Dazu forderten die Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Christine Schneider, und der Vorsitzende des Arbeitskreises Landwirtschaft und Weinbau, Arnold Schmidt, von der Landesregierung die finanzielle Unterstützung sogenannter «Hagelflieger».

«Die aktuellen Schäden für die Landwirtschaft und den Weinbau sind erheblich. Für die betroffenen Landwirte und Winzer bedeuten Hagelschäden regelmäßig erhebliche Einbußen», begründeten die beiden ihren Vorstoß.

«Hagelflieger» sind besonders ausgerüstete Flugzeuge, die eine Chemikalie in die Wolken sprühen. Damit soll verhindert werden, dass sich große Hagelkörner bilden. Die Wirksamkeit der Methode gilt jedoch als umstritten. Nach Angaben der CDU können damit Hagelschäden hingegen um bis zu 70 Prozent vermindert werden.

Nach Auskunft der Landwirtschaftskammer in Bad Kreuznach hatten am Mittwoch in der Pfalz und in Rheinhessen dicke Hagelkörner in vielen Lagen die Trauben von den Reben gerissen. Die Höhe des Schadens konnte dabei zunächst nicht beziffert werden. Bereits im Juni hatte Hagel in der Pfalz die Ernte beschädigt. Damals wurde Totalschaden auf etwa 1500 Hektar Rebfläche gemeldet, bis zu 6000 Hektar wurden schwer geschädigt. dpa