16. Januar 2015

Hauptstadtregion Brandenburg auf der Grünen Woche

Spreewaldgurken, Obst aus Werder, Wurst aus der Lausitz oder Eis aus Beeskow: Auf der Grünen Woche geht es zuerst ums gute Essen

Brandenburger Landwirte und Verbände wollen auf der Grünen Woche in Berlin die Werbetrommel für regionale Lebensmittel von bio bis konventionell rühren. «Kunden können direkt am Stand erfahren, wie die Lebensmittel quasi vor ihrer Haustür hergestellt werden, die dann auf direktem Wege zu den Verbrauchern gelangen», sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) am Donnerstag bei der traditionellen Vorbesichtigung der Brandenburg-Halle. Der Griff zu Produkten aus der Mark sichere auch Arbeitsplätze.

Ab Freitag ist die Messe für Besucher geöffnet - bis zum 25. Januar. In der Brandenburg-Halle sind an den 80 Ständen insgesamt 200 Aussteller dabei. Viele teilen sich einen Stand und kommen nur an einem Tag. Brandenburgs Agrarminister nahm bei seinem Rundgang so manch Kostprobe: ein Fischbrötchen, eine Spreewaldgurke, Wurst und Bier.

Die Besucher bekommen auf der Messe traditionell bekannte Produkte und Neuentwicklungen geboten. Ein Hersteller aus Templin hat beispielsweise schwarzes Eis mit Lakritze, ein Biobäcker bietet Brot mit Gemüsefüllung an und eine Fleischerei fertigt Würste mit Gurke oder Meerrettich.

«Die Kunden legen zunehmend Wert auf Regionalität», sagte der Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau, Michael Wimmer. Gerade kleine und mittelständische Betriebe entdeckten das Potenzial von Bioprodukten und die wachsende Nachfrage in der Hauptstadtregion.

Tourismusverbände nutzen die Grüne Woche, um Urlauber in die Region zu locken. 1,5 Millionen Besucher werden allein ab April zur Bundesgartenschau erwartet. An einem Stand wird über die fünf Standorte in der Havelregion informiert.

«Wir leben von Mundpropaganda und brauchen die Gespräche», sagte Landwirt Rainer Koch, der einen 300 Jahre alten Bauerhof im Löwenberger Land (Oberhavel) in dritter Generation führt. Er halte 250 Rinder, das Fleisch und die Wurst werden im Hofladen verkauft. Er freue sich, wenn sich Kunden dann extra sich zu ihm auf den Weg machten: «Dann hat sich Berlin gelohnt.» dpa

(Vom 16. bis 25. Januar wird sich das Land Brandenburg auf der 80. Internationalen Grünen Woche in der Halle 21a, der Brandenburg-Halle, präsentieren.)