03. Februar 2008

Heimische Winter-Vitamine

Nasskalt und unbeständig zeigt sich der Winter von seiner schlechtesten Seite. Saatgut, aus dem wertvolles Gemüse oder aromatische heimische Kräuter im Frühjahr entstehen sollen, benötigen eine kalte Jahreszeit, wie wir sie aus Großvaters Büchern her kennen. Heute: Kerbel und Löffelkraut ...

Die Kerbelrübe, mit ihrem süßlich-nussigen Aroma, ist ein Beispiel von vielen, die zum Keimen Frost brauchen, um im folgendem Sommer kleine zapfenähnliche Rübchen zu bilden.

Wo es negative Meldungen übers Wetter gibt, gibt es ebenso Positive. Auf Grund der hiesigen meteorologischen Verhältnisse sind einige heimische essbare Wild-, aber auch Kulturpflanzen, welche sich als Vitaminspender hervortun, in größeren Mengen erhältlich.

Saftig, mineralisch mit einer leicht salzigen Note, verpackt in ein herzförmiges grünes Blatt stellt sich der Winterportulak als echte heimische Vitaminbombe dar. Das Löffelkraut, welches oft mit Portulak verwechselt wird, wurde in früheren Jahren gegen Skorbut auf hohe See in konservierter Form mitgegeben.

Leicht bitter, gepaart mit einer leichten Senfschärfe und eine Hauch von Moor, ist das Löffelkraut eher etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch vollgepumpt mit Vitamin C. Mit einer Vinaigrette aus Riesling-Verjus, Kernöl von roten Trauben und einer Spur Apfelkraut lässt sich so ein vitaminreicher Salat aus heimischen Kräutern zaubern. Und dieser passt hervorragend zu einem karamellisierten Kuhmilchfrischkäse. vote for this blog!

Kulinarische Grüße

Jan-Göran Barth www.jan-goeran-barth.de