News
31. Oktober 2008

Hendrik Thoma zerreißt Depardieus Wein: "Den trinke ich nicht einmal an der Imbissbude"

Ach, wie langweilig wäre doch die Weinwelt ohne Spitzensommelier Hendrik Thoma. Gerade noch proklamierte er: "Kein guter Rotwein unter 5 Euro" und erhitzte die Szene, jetzt ärgert er Schauspieler Gerard Depardieu mit der Beurteilung dessen Weines: "Den sollte man nicht einmal zufällig in einer Imbissbude trinken."

Herrlich! Das sagte er in der aktuellen Gala, für die er verschiedene Weine von Prominenten testete. Sehr gut kommen Francis Ford Coppola mit seinem "erhabenen" Rubicon, Carole Bouquet mit einem "atemberaubenden und dekadenten" Passito), und Mick Hucknall (Simply Red) mit seinem Nero d'Avola ("Super, mehr geht nicht") davon , gelobt werden auch die Erzeugnisse von Bob Dylan, Roberto Cavalli, Sir Cliff Richard und Prinz Henrik von Dänemark.

Ganz schlecht läuft es bei Depardieu. Der Anjou Rouge ist "langweilig und dünn, säuerlich, metallisch wie Batteriesäure, nur Landweinklasse." Auch der Rose d'Anjou "ist eine Enttäuschung. Er bietet wenig Frucht und hat einen dropsigen, bonbonartigen Duft. Am Gaumen schmeckt man vordergründig die langweilige Süße, lohnt nicht den Umweg in die Weinhandlung".

Thoma bringt auf den Punkt, wo sich andere in Höflichkeiten ergehen. Wie bei den 5-Euro-Weinen ("zu der Aussage stehe ich", sagte er mir jetzt). Anfang 2009 wird Thoma übrigens mit Gerd Eis in der Jury für eine neue Kochchampion/Masterchef-Sendung auf VOX sitzen (Die Aufzeichnungen sind bereits im Kasten, Hendrik, Du Schelm, ich war auch für den Job im casting, aber ich gönne ihn Dir, schließlich bist Du ausgebildeter Koch!).

Niko kann sich nur dem Urteil über Depardieus Anjou-Weine anschließen, ich war bei einer früheren Verkostung genauso enttäuscht von ihnen. Von einem anderen Kaliber sind allerdings Depardieus Bordeaux-Weine und seine Südfranzosen, aber die liegen auch gleich bei 30-60 Euro plus!

Vielleicht sollte Depardieu einmal zusammen mit Coppola drehen oder zu seiner Ex Carole Bouquet zurückkehren!

Interview mit Hendrik Thoma

Grüße, Niko