WEIN
23. März 2010

Hering positioniert deutschen Wein

Minister Hering: Höhere Wein-Qualitätsvorgaben für mehr Profil innerhalb der EU

Mit strengeren Qualitätsvorgaben soll nach Ansicht von Weinbauminister Hendrik Hering (SPD) die Marktposition deutscher Qualitäts- und Prädikatsweine verbessert werden. Denkbar sei, Lagenweine auf eine begrenzte Anzahl traditioneller Rebsorten zu beschränken und höhere Mostgewichte festzulegen, erklärte der Minister. Auch könnten niedrigere Hektarerträge vorgegeben oder eine besondere Kennzeichnung der Weine aus Steil- und Terrassenlagen ermöglicht werden.

«Wir müssen die Neuordnung der EU-Weinmarktordnung nutzen, um über die Weinkennzeichnung dem Verbraucher ein eindeutiges Qualitätsprofil zu signalisieren», betonte Hering. So sprach er sich auch für eine verstärkte Profilierung von Einzellagen aus. Qualitätsweinprüfungen zeigen nach seinen Angaben, dass Weine mit Gebietsbezeichnung an Bedeutung gewinnen und gleichzeitig Weine aus Orts- und Einzellagen wichtig sind. Daher liege es nahe, das Weinangebot über die Betonung von Orts- und Lagenweinen zu profilieren.

Schließlich sei international der Grundsatz anerkannt, nach dem bei einer enger gefassten geografischen Herkunft auch die Anforderungen an das Erzeugnis wüchsen, betonte Hering. «Dieser Grundsatz ließe sich durchgängig auf Qualitäts- und alle Prädikatsweine mit der Angabe der Lage anwenden.»

Seine Vorschläge will Hering nach Angaben seines Ministeriums mit Winzern, Verbänden und Weinwirtschaft sowie Bund und Weinbau treibenden Ländern diskutieren. Ziel sei es, möglichst beim «Zweiten Mainzer Weingipfel» am 16. September zu einer gemeinsamen Initiative zu kommen. dpa