HOTELS
05. Januar 2010

Hotel Armani im Turm zu Dubai

Das offiziell mit 828 Metern höchste Gebäude der Welt heißt nun Burj Chalifa statt Burj Dubai. Das Armani Hotel Dubai wird am 18. März von Giorgio Armani eröffnet

In Dubai ist am Montag das mit 828 Metern höchste Gebäude der Welt eröffnet worden, ein Wolkenkratzer für die (noch) Superreichen. Der Herrscher des arabischen Emirats, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, gab den Hochhausturm, in dem 12.000 Menschen leben und arbeiten sollen, am Abend für die Öffentlichkeit frei.

Er sagte, das Gebäude, das bislang den Namen "Burj Dubai" trug, solle "Burj Chalifa" heißen, benannt nach dem Herrscher von Abu Dhabi und Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Chalifa bin Said al-Nahjan. Die genaue Höhe des Gebäudes war von der Immobilienfirma Emaar Properties bis zur Eröffnung geheim gehalten worden.

Die Krönung der Eröffnungsfeier, die mit traditionellen arabischen Männertänzen begann, war eine atemraubende Komposition aus Feuerwerk, Lichteffekten, Musik und Wasserspielen, für die der Hochhausturm und ein nahe gelegener künstlicher See genutzt wurden. Fallschirmspringer in den Farben des Emirats landeten am Fuß des Turms. Scheich Mohammed, der sichtlich ergriffen war, sagte: "Der höchste Punkt auf der Welt muss mit den größten Namen verknüpft sein. Ich gebe heute die Eröffnung des Burj Chalifa bin Said bekannt."

Mehrere arabische Fernsehsender übertrugen die Eröffnung des Burj Chalifa live. Das von dem Architekten Adrian Smith aus Chicago entworfene Hochhaus hat 3,07 Milliarden Euro gekostet und überragt das bislang höchste Gebäude der Welt in Taipeh um mehr als 300 Meter.

Der Turm von Dubai beherbergt ein 16-stöckiges Hotel, das der italienische Modedesigner Giorgio Armani konzipiert hat. Es soll 160 Zimmer und Suiten haben, alle von Giorgio Armani designt. Angeschlossen sind ein vierstöckiges Fitnessareal, eine Aussichtsplattform auf Etage 124 in 442 Meter Höhe, zwei Außenpools deren Wasseroberfläche mit der Terrassenkante abschließen und ein Restaurant im 122. Stockwerk.

Die ersten der 900 Luxuswohnungen, für die zeitweise Quadratmeterpreise von 20.000 Dollar aufgerufen wurden, sollen im Februar bezogen werden. Wer nicht unter Höhenangst leidet, kann künftig durch Glasscheiben den Blick von der 442 Meter hohen Aussichtsplattform des Burj (arabisch für Turm) genießen. Insgesamt sind 160 Etagen des Bauwerkes bewohnbar. In den restlichen Stockwerken sind technische Anlagen untergebracht. Der Wolkenkratzer in Form einer Rakete hat insgesamt 57 Aufzüge, die seine Bewohner in Höchstgeschwindigkeit transportieren sollen.

Ursprünglich sollte die bereits mehrfach verschobene Eröffnung des höchsten Hauses der Welt in Dubai eine neue Phase des Wachstums einläuten. Doch die Stürme der globalen Finanzkrise haben das arabische Emirat arg gebeutelt. Erst wuchsen die Schulden, dann sanken die Immobilienpreise und die Aktienkurse.

Die Eröffnung des Burj Chalifa bot den Einwohnern von Dubai, das einen Ausländeranteil von 80 Prozent hat, inmitten dieser trüben Nachrichten endlich wieder einmal einen Anlass zur Freude, den sie eifrig nutzten. Rund um den künstlichen See, der neben dem Hochhausturm liegt, versammelten sie sich, um die Show zu genießen und Souvenirs vom höchsten Haus der Welt zu kaufen.

Der neue Wolkenkratzer ist in dem Stadtviertel nicht der einzige Superlativ. In unmittelbarer Nähe wurden kürzlich bereits das größte Einkaufszentrum der Welt (Dubai Mall) und die weltweit größte Wasserfontäne (Dubai Fontain) eingeweiht. dpa/W&G