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09. Dezember 2017

Hotelgewerbe im AirBerlin-Abschwung Schwieriger Herbst in Berlin

Dehoga: Mehr Betten blieben leer als noch im Vorjahr, schuld daran sollen auch fehlende Fluggäste sein. Nun hofft die Branche auf Weihnachten.

Wegen des eingestellten Flugbetriebes der insolventen Air Berlin seien in den vergangenen Monaten weniger Besucher als im Vorjahr in die Hauptstadt gekommen, so die Branche. Zu Weihnachten und Silvester erwarte der Berliner Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) aber eine ähnlich hohe Auslastung wie im vergangenen Jahr, sagte Geschäftsführer Thomas Lengfelder.

Rund drei Wochen vor Jahresende sind noch Unterkünfte verfügbar. Generell buchten viele Touristen ihre Reisen aber immer kurzfristiger, betonte Lengfelder. Auch der Chef der Tourismusgesellschaft Visit Berlin, Burkhard Kieker blickt mit Zuversicht auf die Feiertage. «Das Interesse an Berlin als Reiseziel für die Feiertage ist groß und ungebrochen», sagte er. «Die Hotels sind gut gebucht und zufrieden mit der aktuellen Buchungslage.» Man spüre allerdings die Lücken im Flugplan nach der Insolvenz von Air Berlin.

Tatsächlich beklagte das Berliner Gastgewerbe leicht gesunkene Besucherzahlen seit dem Spätsommer. Der Dehoga sprach gar von einem Einbruch der Branche. Als Grund vermuten die Hoteliers die zurückgegangene Zahl der Flugverbindungen im Zuge der Pleite von Air Berlin. Im Oktober etwa waren an den Flughäfen Tegel und Schönefeld knapp 2,95 Millionen Passagiere gezählt worden, 2016 waren es im Oktober noch fast 200 000 mehr, wie die «Berliner Morgenpost» berichtete.

Der Software-Dienstleister Fairmas, der Vergleichsdaten von rund 230 Hotels in Berlin erhebt, errechnete, die Häuser seien im November zu 78 Prozent und damit im Vergleich zum Vorjahr «erstaunlich schwach» ausgelastet gewesen. Im Schnitt sank die Belegung um rund 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, besonders deutlich mit 7 Prozent war der Rückgang laut Fairmas bei luxuriösen Hotels. dpa