03. Juli 2012

Inside Berlin zur Fashion Week

XAMAX!

Restaurants, Hotels und Bars: Tipps der Insiderei von Eva Miriam Bliem-Gerstner

Eva Miriam Bliem-Gerstner managte einst das Berliner Designhotel Q. Heute ist sie Expertin für Markenkonzepte und leitet gemeinsam mit ihrer Schwester eine Beratungsagentur für Hotels und Gastronomie mit Schwerpunkt Green Food & Beverage. Hier ihre Tipps zur Fashion Week (bis 8. Juli):

Wo muss man in Berlin hin?

Zum einen in die Trust Bar (Torstraße 72). Die Berliner Clubgrößen Cookie und Markus Trojan haben dieses Barkonzept umgesetzt. Es gibt alles nur flaschenweise. Die Bar ist nur 100 Quadratmeter groß und man braucht Vertrauen. Vertrauen, weil man sich a) mit anderen die Flaschen aufgrund der Größe teilen muss und b) weil die Toiletten nach allen Seiten aufschiebbar sind. Den ehemaligen Plattenladen beschreiben die Eigentümer als Laden für erwachsene Kinder - der Spaß ist also vorprogrammiert! (Torstraße 72, Berlin Mitte). Zum anderen ist die King Size Bar zur Institution geworden (Friedrichstraße 112b).

Welche Gegend in Berlin wird aus Ihrer Sicht immer cooler?

Da hab ich ein paar spezielle Tipps: das Fuchs & Elster (Weserstraße 207). Das ist eine Mischung aus Bar und Café, im Stile der 60er-Jahre: Es wird getanzt und gefeiert, vor allem am Wochenende. Oder Mama: eine Kneipe, wie man sie so wohl nur in Berlin findet: gute Drinks, nette Bedienung, für das Feierabendbier oder aber zum Absacken bis in die frühen Morgenstunden (Hobrechtstraße 61). Und Raumfahrer: Trashästhetik im 70er-Jahre-Stil, preiswerte und doch sehr gute Drinks. (Hobrechtstraße 54)

Was ist Ihr persönlicher Lieblingsplatz?

Die Prinzessinnengärten in Kreuzberg - ein perfektes Beispiel für nachhaltiges, urbanes Gärtnern. Gemütliches Gartencafé mit ökologisch korrekten Produkten. (Prinzenstraße 35-38)

Was ist die beste Location, wenn es regnet?

Das Café am Neuen See (Lichtensteinallee 2) oder das SETs in der Schlüterstraße 36. Das CANS hat den schönsten Biergarten Berlins mit Wasseranschluss, Self-Service oder mit Bedienung. Wenn es regnet, wird man durch große Regenschirme trocken gehalten oder wärmt sich in den kuscheligen Decken. Innen gemütliche Wohlfühl-Atmosphäre mit Kamin, Holzboden und Steinwänden. SETs steht für Sitzen, Essen, Trinken, aber alles organisch, superlecker in einer warmen, bunten, gemütlichen Atmosphäre.

Ihr Vorschlag für einen herrlich sonnigen Tag in Berlin?

Ein Spaziergang, eine Joggingrunde oder ein Powerwalk um den Berliner Schlachtensee, inklusive einer Runde Hockey oder Eisschnelllauf. Danach eine Einkehr im Biergarten der Fischerhütte (Fischerhüttenstraße 136), der ist auch im Winter immer offen.

Was muss man in Berlin unbedingt probieren?

Die nachhaltige Currywurst (direkt vom Bauern, von glücklichen Tieren aus dem Berliner Umland), gegenüber vom KADEWE: selbst die Pommes sind organisch und homemade. (Wittys Organic Food, Wittenbergplatz 5)

Verraten Sie uns ein Restaurant, in dem es leckere und trotzdem günstige Gerichte gibt!

Das Transit in der Rosenthaler Straße 68 in Mitte. Indonesisch und Thai Food. Man bestellt sich viele kleine Speisen, alle für etwa drei Euro.

Wo sind Sie das letzte Mal in Berlin gestanden und haben gesagt: "Wow, super, dass ich in dieser Stadt lebe?"

Am Tempelhofer Flugfeld. Warum? Das ist eine unglaubliche Dimension an freier Fläche und das quasi mitten in der Stadt. Das Flugfeld wurde zum Vergnügungspark umgewandelt und ist dreimal so groß wie der Berliner Tiergarten. Joggingstrecken (im Winter Langlaufloipen), Imbissbuden, Liegewiesen, Hundeauslaufzonen und Karussells warten auf den gestressten Großstädter. 

Aus Ihrer Sicht: Was waren die drei coolsten Neueröffnungen in letzter Zeit in Berlin?

Mani Hotel & Restaurant mit kleinen Zimmern, aber super Komfort, Fünf-Sterne-Qualität, im Restaurant eine Gourmetreise von Paris nach Tel Aviv. Jewish Tapas, am besten nur Vorspeisen bestellen und mit allen am Tisch family style teilen (Torstraße 136) Und Vanille und Marille: Das beste Eis der Stadt - ungelogen!!! Und 3: The Grand

Wo haben Sie das letzte Mal wirklich sehr gut gegessen?

In der Long March Canteen. Ein Schwabe trifft einen Südchinesen, die beiden machen ein Restaurant und das kommt dabei heraus - sensationelles Essen, Dim Sum und Dumplings wie in China. Und dazu eine tolle Atmosphäre in einem ganz tollen Ambiente. Gemütlich, stylisch, super! (Wrangelstraße 20)

Und wo sind Sie kürzlich in einer Bar hängengeblieben?

Da steh ich leider auf die klassischen Cocktailbars wie die Green Door Bar in Schöneberg - super Drinks, angenehme Musik und perfekte Sofas! (Winterfeldtstraße 50)

Gibt es eine gemütliche Wohlfühlzone in Berlin, eine Art Wohnzimmer für alle?

Den Mauerpark am Wochenende zum Karaoke, auch den Flohmarkt oder aber der Markt am Maybach-Ufer. Hang-out at it's best!

(Interview: Daniela Illich für die Insiderei)