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03. Juni 2017

Int. Riesling Symposium im Kloster Eberbach Im Namen des Riesling

Internationales Riesling Symposium | Kloster Eberbach im Namen des Riesling

Das internationale Riesling Symposium fand zum dritten Mal im Rheingau statt.

 

 

 

 

Von Serhat Aktas

Nach drei Jahren war es endlich wieder so weit. Das internationale Symposium der edlen Riesling-Rebe hat zum dritten Mal im Rheingau stattgefunden. Das von der VDP.Rheingau organisierte Symposium, brachte mehr als 300 Rieslingfreaks aus aller Welt, Neuseeländer, Australier, Amis, Österreicher, Franzosen, Deutsche natürlich und überraschenderweise die Rheingauer selbst, zusammen.

Internationales Riesling Symposium | Kloster Eberbach im Namen des Riesling

Mit dem "Riesling Rendezvous" in Seattle und dem "Riesling Downunder" in Sydney, stellt dieses Symposium eine Dreiecks-Allianz dar, die sich im Jahreswechsel in dem jeweiligen Land mit der Thematik Riesling befasst.

In unserer zweitägigen Veranstaltung, haben wir etwa 200 Rieslinge verkostet und zelebriert. Als Veranstaltungsort wurde das historische Kloster Eberbach ausgesucht. Ob es langweilig war, zwei Tage lang nur Rieslinge zu probieren? Nein, keineswegs! Die Vielschichtigkeit dieser Rebsorte wurde uns nochmals aber sehr intensiv demonstriert. Ich spreche von jungen bis teilweise sehr gereiften Sachen, diverse Anbaugebiete und Länder, verschiedene Ausbau- und Macharten.

Internationales Riesling Symposium | Kloster Eberbach im Namen des Riesling

Die erste Verkostung war eine internationale Rieslingprobe mit 30 Gewächsen aus aktuellen Jahrgängen, durchgeführt und moderiert von dem Londoner Rieslingexperten Stuart Pigott. Hier hatten wir die Chance, die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem Übersee-Rieslinge zu begreifen.

Anschließend öffnete Domäne Steinberg, eines der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbachs, aus dem Schatzkeller ein paar, nun ja, sagen wir ältere Rieslinge: 1959er Cabinet, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Edelbeerenauslese und auch Trockenbeerenauslese. Ach, nicht zu vergessen den 64er, 53er und 43er auch noch!

Internationales Riesling Symposium | Kloster Eberbach im Namen des Riesling

Und nein, wir haben nicht die ganze Zeit nur Riesling getrunken! Am ersten Tag wurden vor und zwischen den Tastings, von zwei Geisenheimer Professoren über Riesling sehr spezielle Vorlesungen gehalten. Prof. Dr. Andreas Kurth referierte über den Markt und die Profitabilität von Riesling produzierenden Weingütern und Prof. Dr. Manfred Stoll ging der Frage nach, die die Fachleute seit langem interessiert und beschäftigt: "Welchen Einfluss hat das Rebalter auf die physiologischen und dessen generativen Eigenschaften".

Internationales Riesling Symposium | Kloster Eberbach im Namen des Riesling

Der zweite Tag begann mit einem Thema, das wiederum mich sehr bewegte. "Wie waren die Rieslinge früher"? Kreuzung des Rieslings, Klimawandel und Chaptalisieren waren die einzelnen Punkte. Dargelegt wurde das Thema von Dr. Hermann Pilz, dem Chefredakteur der Fachzeitschrift Weinwirtschaft. Das erste Tasting wurde von dem Betriebsleiter des VDP Weinguts Balthasar Ress von Dirk Würtz durchgeführt. Hier ging es um 30 verschiedene Große Gewächse aus ganz Deutschland. Vor der nächsten Verkostung hat der FAZ- Redakteur Dr. Daniel Deckers einen Vortrag über die frühere Wichtigkeit und den Ruf des "Rheinweins" gehalten.

Die ganze Veranstaltung endete dann mit dem zweiten Tasting. Hier wurde stolz auf das Reifepotenzial des Rieslings eingegangen. 30 internationale Rieslinge unterschiedlicher Jahrgänge, 2011 bis 1967, wurden gegenübergestellt. Die Verkostung moderierte der Gault&Millau Wine Guide-Journalist Joel B. Payne.

Der Autor ist IHK & WSET Sommelier