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17. April 2008

Jungwinzer für neue Rebflächen an Saale-Unstrut gesucht

Chance auf ein eigenes Weingut: Im Weinanbaugebiet Saale-Unstrut stehen die in Aussicht gestellten zusätzlichen Rebflächen hoch im Kurs

"Wir sind froh, dass wir 31 Hektar dazu bekommen werden. Dafür liegen bereits 38 Anmeldungen vor", sagte der Präsident des Weinbauverbandes Saale-Unstrut, Siegfried Boy.

Die Agrarminister der Länder hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass die Weinbauregion Saale-Unstrut um 31 Hektar vergrößert werden darf. Als Voraussetzung dafür hatte Rheinland-Pfalz Anbaurechte freigegeben.

Derzeit umfasst das Weinanbaugebiet Saale-Unstrut in Sachsen-Anhalt rund 605 Hektar, in Thüringen knapp 56 Hektar und in Brandenburg sieben Hektar. Die Erweiterung biete jungen Winzern, die mit der Ausbildung fertig sind, eine Chance, ein eigenes Weingut zu gründen.

Zudem wollten Weinbaubetriebe, die sich gut entwickelt haben, mehr Rebflächen haben. Über die Einzelheiten müsse noch mit Sachsen-Anhalts Agrarministerium gesprochen werden. Die Entscheidung, wo am Ende die Flächen sein werden, liege bei den Behörden.

Boy rechnet damit, dass im nächsten Jahr die ersten Reben auf den neuen Flächen gepflanzt werden können. "Denn die Reben müssen dafür gezüchtet und veredelt werden. Die Winzer haben zudem ihre Vorstellungen, welche Reben sie anbauen möchten", erklärte der Weinbaupräsident. "Eine Rebe kauft man nicht einfach so wie eine Geranie im Gartencenter." Nach dem Setzen neuer Reben dauere es bis zur ersten Lese erfahrungsgemäß drei Jahre. Zum Weinbauverband