22. Juli 2009

Kaffeehauskette Starbucks im Aufwind

Die weltgrößte Kaffeehauskette Starbucks macht bei der Sanierung Fortschritte und schreibt wieder schwarze Zahlen. Jetzt auch mit Wein und Bier

Durch scharfe Einschnitte bei Jobs und Kosten verdiente der US-Konzern in seinem Ende Juni abgeschlossenen dritten dritten Geschäftsquartal knapp 152 Millionen Dollar (107 Mio Euro). Ein Jahr zuvor war noch ein Verlust von knapp sieben Millionen Dollar angefallen.

Der Umsatz fiel allerdings nochmals um fast sieben Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar, wie Starbucks bekanntgab. Mit seinem Umsatz lag das Unternehmen knapp über den Erwartungen der Analysten, der Gewinn übertraf sie klar. Die Aktie stieg nachbörslich um rund zehn Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr 2008/2009 (30.9.) rechnet Starbucks mit einem Gewinn je Aktie von 0,44 bis 0,45 Dollar. Um Sondereffekte bereinigt soll er bei 0,74 bis 0,75 Dollar liegen und damit höher als von Experten zuletzt erwartet.

Starbucks musste nach einer zu schnellen Expansion in der Krise massiv auf die Bremse treten. Um in die Erfolgsspur zurückzukehren, schließt Starbucks gerade fast 1000 schlecht laufende Filialen vor allem in den USA und eröffnet weltweit viel weniger neue Läden als zuvor geplant. Tausende Stellen wurden gestrichen. Zuletzt betrieb der Konzern weltweit 16.700 Läden.

Neben der Wirtschaftskrise macht der Kette die zunehmende Konkurrenz etwa von McDonald's mit Kaffee zu niedrigeren Preisen zu schaffen. Starbucks reagierte mit Preissenkungen und neuen Produkten.

In einem Laden am Konzernsitz in Seattle wagt Starbucks gerade ein Experiment mit Wein und Bier im Ausschank. Er trägt zudem nicht mehr den weltweit verbreiteten Namen der Kette, sondern ist individuell nach der Straße benannt: 15th Avenue Coffee and Tea. dpa