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23. August 2013

Kein Ende im Streit um Aus für Grüne-Woche-Auftritt

Der Streit um das Aus für den Messestand des Landes Rheinland-Pfalz auf der Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse Grüne Woche schwelt weiter

Die Junge Union warf der rot-grünen Landesregierung am Donnerstag vor, sich von der Berliner Messe zurückzuziehen, weil dort nicht nur Bio-Produkte vorgestellt würden.

Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) spiele konventionelle und ökologische Landwirtschaft zunehmend gegeneinander aus, kritisierte der Landesvorsitzende der Jungen Union Rheinland-Pfalz, Johannes Steiniger. Sie mache einseitig Politik für die vier Prozent der Betriebe, die ihr ideologisch genehm seien.

Höfken bezeichnete die Diskussion als «absurd». Die breite Präsenz der rheinland-pfälzischen Anbieter auf der Messe sei unabhängig vom Landesstand und bleibe bestehen, erklärte sie in Mainz. Gestrichen werde aufgrund von Sparzwängen allein der Stand der Landesregierung. Darüber hinaus seien jährlich mehr als 40 Anbieter aus Rheinland-Pfalz vertreten.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Daniel Köbler, nannte es «hochgradig unseriös», jeden Sparvorschlag einzeln zu skandalisieren und gleichzeitig pauschal eine Kultur des Sparens zu verlangen.

In diesem Jahr hatte der Auftritt des Landes bei der Grünen Woche nach früheren Angaben rund 300 000 Euro gekostet. dpa