NEWS
08. Dezember 2009

Keine Zwangsversteigerung der Schranne

Nun doch keine Zwangsversteigerung der Schrannenhalle in München

Die Zukunft der Münchner Schrannenhalle bleibt weiter in der Schwebe. Die Zwangsversteigerung der 2500 Quadratmeter großen Halle wurde einen Tag vor dem Gerichtstermin abgesagt, wie das Münchner Amtsgericht am Dienstag mitteilte. Die Gläubiger hätten den Antrag gestellt, das Verfahren nicht weiterzubetreiben. Gründe wurden nicht genannt. Die Zwangsversteigerung war für diesen Mittwoch angesetzt. «Die Gläubiger können die Zwangsversteigerung jederzeit stoppen, das liegt rein in ihrer Hand», sagte eine Gerichtssprecherin. Hauptgläubiger ist den Angaben zufolge die Deutsche Bank.

Eigentümer des Grundstücks am Viktualienmarkt ist die Stadt München, die Schrannenhalle KG ist über die Erbbaupacht Vermieterin des Gebäudes. Der Anwalt der KG, Michael Scheele, bestätigte die Absage der Versteigerung, wollte aber keine weiteren Angaben machen.

Die Halle war 2005 als Zentrum für Gastronomie, Markt und Kultur eröffnet worden. Das Mindestgebot hätte nach früheren Angaben des Amtsgerichts bei einer Zwangsversteigerung bei rund 17 Millionen Euro gelegen - 50 Prozent des auf 34 Millionen Euro festgelegten Verkehrswertes.

Damit geht das Hick-Hack um die Halle weiter: Im März dieses Jahres war die Mietgesellschaft Schrannenhalle GmbH in die Insolvenz gegangen. Der Gastronom Jürgen Lochbihler sollte den Betrieb der Halle vorübergehend fortführen, im August wurde der Mietvertrag mit ihm dann aber überraschend gekündigt. dpa