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16. August 2014

Kulinarisches Kino Madame Mallory und der Duft von Curry

Kulinarisches Kino | Madame Mallory und der Duft von Curry

"Madame Mallory und der Duft von Curry" mit Helen Mirren, Om Ouri, Manish Dayal und Charlotte Le Bon in den Hauptrollen ist eine exotische Reise ins Reich des kulinarischen Genusses, inszeniert in authentisch französischer Kulisse (ab 21. August im Kino)

Hassan Kadam (Manish Dayal) ist ein junger, talentierter Koch mit dem Äquivalent zum "absoluten Gehör" - dem "absoluten Geschmack". Die Familie Kadam verlässt ihre Heimat Indien, angeführt von Familienoberhaupt "Papa" (Om Puri), und landet über Umwege in dem idyllischen Dörfchen Saint-Antonin-Noble-Val im Süden Frankreichs - genau der richtige Ort, um ein indisches Restaurant zu eröffnen, entscheidet Papa.

Madame Mallory und der Duft von Curry

Das wiederum gefällt Madame Mallory (Helen Mirren) gar nicht: Die unterkühlte Französin ist Chefin des "Le Saule Pleureur", einem mit dem Michelin Stern ausgezeichneten französischen Restaurant, nur wenige Schritte entfernt von dem neuen, lebhaften indischen Lokal der Familie Kadam. Und so findet Hassan sich plötzlich in einer handfesten Restaurantfehde zwischen seiner indischen Großfamilie und ihrem "Maison Mumbai" auf der einen Seite und der alteingesessenen Madame Mallory auf der anderen Seite wieder.

Madame Mallory und der Duft von Curry

Bis sich Hassans Leidenschaft sowohl für französische Haute Cuisine als auch für Madame Mallorys bezaubernde Sous-Chefin Marquerite (Charlotte Le Bon) vereint mit seiner wunderbaren Gabe, die Köstlichkeiten beider Kulturen zu verbinden und Saint-Antonin-Noble-Val mit unwiderstehlichen Aromen zu durchdringen, die selbst Madame Mallory nicht ignorieren kann. Anfangs noch Madame Mallorys kulinarischer Rivale, erkennt sie schon bald Hassans einzigartiges Talent als Koch und nimmt ihn unter ihre Fittiche ...

Madame Mallory und der Duft von Curry

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Wie heißt es so schön: Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Essen hat die Kraft zu heilen, Menschen zusammenzubringen und zu inspirieren. Es verbindet Kulturen und gibt uns einen Einblick in das Leben anderer Menschen und deren Anschauungen und Erfahrungen.

Madame Mallory und der Duft von Curry

Hassan ist anfangs ein junger Mann mit einem Interesse an gutem Essen, der gesegnet ist mit einer besonderen Begabung. Er kann Nahrung nicht nur mit seiner Zunge schmecken, sondern auch mit seinen anderen Sinnen erfahren. Er entwickelt eine Faszination für die französische Küche. Jede Nacht geht er mit den Kochbüchern zu Bett, die Marguerite ihm gegeben hat. Und er benutzt seine Kenntnis indischer Gerichte, um sie mit neuen Rezepten zu verbinden, die er in der französischen Küche entdeckt hat. Damit gelingt es ihm, eine Brücke zwischen den beiden Kulturen zu schlagen.

Madame Mallory und der Duft von Curry

"Essen ist der große Gleichmacher", meint Steven Spielberg. "Es sorgt für faire Voraussetzungen und bringt die Menschen auf eine Augenhöhe, egal welche Nationalität, welchen Glauben und welche Weltanschauung sie haben mögen. Essen ist die Ambrosia, um die wir alle uns scharen."

Madame Mallory und der Duft von CurryVor Beginn der Dreharbeiten erhielten Dayal und Le Bon Grundkurse im Kochen. Beide sollten die Gelegenheit erhalten, die Unterschiede zwischen der französischen und der indischen Küche aus erster Hand mitzuerleben. Köche aus Frankreich und Indien waren beim Dreh zugegen, um den Schauspielern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und gleichzeitig Anregungen zu geben, wie man das Essen und die Gerichte am besten ausleuchten und filmen könnte. Dazu gehörten die französischen Chefköche Vincent Meslin und Lanaic Jourden sowie Anil Abhimanyu Sharma und Floyd Cardoz als kulinarische Berater der indischen Küche.

"Die wichtigste Lernerfahrung für mich war, dass es beim Kochen wirklich um Gesten und Körpersprache geht", erzählt Charlotte Le Bon. "Und wenn man etwas Temperament hat, ist das auch nicht das Schlechteste." Als es daran ging, die Szenen mit den Gerichten zu drehen, sahen sich die Filmemacher mit einer ungewöhnlichen Herausforderung konfrontiert: Wie konnte man gewährleisten, dass die Speisen auf der Leinwand so verlockend und realistisch aussahen wie in Natura?

Ganz besonders wichtig war es Hallström, dass sich die Aufnahmen organisch anfühlten, er wollte keine bloßen Postkartenmotive, die das Publikum womöglich von der Geschichte ablenken würden. "Meine größte Angst war es, eine Nahaufnahme von einem Gericht zu machen, die dann so aussieht wie in einem dieser in Zeitlupe geschossenen Werbespots für Spaghetti", sagt Lasse Hallström. "Aber unser Kameramann Linus Sandgren hat einen natürliches Talent dafür, sich dem Essen auf eine poetische Weise zu nähern, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn wir näher zoomen."

Produziert wurde der Kinofilm von Steven Spielberg und Oprah Winfrey zusammen mit Juliet Blake. Das Drehbuch schrieb Steven Knight, basierend auf der Romanvorlage von Richard C. Morais.