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15. Juli 2009

Kuriositäten der Lebensmittelüberwachung

Die Lebensmittelkontrolleure des Landes haben schon viel Ekeliges gesehen und gerochen. Die Top 4 des Verbraucherministeriums

- In einem Fall musste die Feuerwehr mit Atemschutzmasken anrücken, um sieben Tonnen verwesendes Fleischeiweiß zu beseitigen. Ein Hersteller von Döner-Kebab-Spießen hatte seine Produktion eingestellt und die Restware in einem Tiefkühlraum aufbewahrt. Bei einer Routinekontrolle entdeckte die Lebensmittelüberwachung, dass die Kühlung ausgefallen und sämtliches Fleisch verdorben war. Dabei bildete sich derart viel Ammoniakgas, dass die Feuerwehr zu Hilfe gerufen wurde.

- In einem anderen Fall "explodierte" Olivenöl. Ein Hersteller hatte das Öl randvoll in Weinflaschen abgefüllt und mit einem dicken Korken verschlossen. In der Wärme dehnte es sich aus und sprengte das Glas.

- In der Küche eines Chinarestaurants waren Wände und Boden, alle Schränke, Gerätschaften, Arbeitstische und sogar das Handwaschbecken mit einer dicken, widerlichen alten Fett- und Schmutzschicht überzogen. Als der Kontrolleur den Dreck monierte, kippte der Wirt vor Wut einen Zehn-Liter-Topf mit Reis und Wasser vom Herd auf den Fußboden und warf ein Hackmesser durch die Küche. Da hieß es Nerven behalten. Der Betrieb wurde vorläufig geschlossen.

- Bei der Zubereitung von Salat schnitt sich eine Mitarbeiterin eines Cateringbetriebs in den Mittelfinger. Ein Stück der Fingerkuppe landete im Salat und wurde mit verkauft. Ein Verbraucher wunderte sich später, als er auf etwas Hartes biss, und alarmierte die Lebensmittelprüfer. dpa