Restaurants
12. Mai 2010

Kurpfalz-­Weinstuben in Berlin werden 75

Die Kurpfalz-­Weinstuben feiern mit einem Hoffest am 29. Mai 2010

In der heutigen Welt der Gastronomie klingt es fast utopisch: Seit 75 Jahren gibt es die Kurpfalz Weinstuben in Berlin am Adenauer Platz, die sich nicht zuletzt aufgrund ihrer konsequent traditionellen Ausrichtung ohne Chi-­Chi so lange so gut gehalten haben. Nach dem zweiten Weltkrieg waren sie ein beliebter Treffpunkt für die Stars des alten Westberlin. Im Gästebuch finden sich Namen wie Hans Albers, Hildegard Knef, Curd Jürgens und Harald Juhnke.

1935 wurden die Kurpfalz-­Weinstuben von Bruno und Aenne Müller gegründet. Nach dem Tod von Bruno Müller 1958 führte seine Frau das Traditionslokal bis 1975 weiter. Seit dem steht es unter der bewährten Leitung von Rainer P. S. Schulz, Gastronom aus Hamburg, der mit Leidenschaft für und aus Liebe zum Wein das Pfälzer Dorf in Berlin führt.

Das Speisenangebot reicht vom Klassiker Pfälzer Saumagen über Maispoulardenstreifen in Dijonsenfrahm bis Kaninchenkeule in Ingwercreme. Rainer Schulz ist auch ein exzellenter Berater in Weinfragen. 50 offene Weine gibt es im traditionellen Römer, der Flaschenfundus erstreckt sich vom einfachen Pfälzer Kneipwein bis hin zu exklusiven Raritäten.

Das Ambiente gefällt dem Schriftsteller Cees Noteboom so gut, dass er es in seinem Roman Allerseelen festhält. Neben ihm treffen sich heute noch Persönlichkeiten wie zum Beispiel Rüdiger Safranski, Stuart Pigott und viele Mitstreiter aus der Berliner Gastronomie sind regelmäßige Gäste. Nach getaner Arbeit treffen sich hier Berliner Sterneköchen wie u. a. Thomas Kammeier (Hugos Restaurant), um die unverschnörkelte Küche wie die Raritäten des Kellers der Kurpfalz-­Weinstuben zu genießen.

Das 75-­jährige Bestehen wird begangen mit einem Hoffest am 29. Mai 2010 (Wilmersdorfer Str. 93 am Adenauer Platz, Tel: +49 (0)30 883 66 64)