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24. Juni 2010

Land setzt weiter auf Forschungsanstalt Geisenheim

Rheinland-Pfalz will trotz seiner Kündigung des Staatsvertrags zur Mitfinanzierung der Weinbau-Forschungsanstalt im hessischen Geisenheim an einer Zusammenarbeit festhalten

Das Land habe «weiterhin großes Interesse» daran, versicherte der rheinland-pfälzische Weinbauminister Hendrik Hering (SPD) am Donnerstag im Landtag in Mainz. Am selben Morgen hätten entsprechende «konstruktive Gespräche» mit Hessen begonnen.

Angesichts der angespannten Haushaltslage gehe es um einen «punktgenauen» finanziellen Einsatz zugunsten der Forschung in Geisenheim. Angestrebt werde eine neue vertragliche Regelung, ergänzte Hering. Bislang förderte Rheinland-Pfalz die Einrichtung mit jährlich rund 1,3 Millionen Euro, will aber künftig weniger zahlen.

Das Land hatte deshalb kürzlich den Staatsvertrag mit Hessen gekündigt. Die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) wertete dies als «unfreundlichen Akt». Rheinland-Pfalz hatte Mitte 2009 einen eigenen Weinbau-Studiengang eingerichtet. In Hessen wurde das als verzichtbare Konkurrenz zu einem ähnlichen Studiengang in Geisenheim betrachtet.

Das rechtsrheinische Städtchen bietet bereits seit 1872 eine akademische Ausbildung in Weinbau und Oenologie an. dpa