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29. April 2010

Landtag geschlossen für Moselhochübergang

Im Streit um den geplanten Hochmoselübergang durch Top-Weinlagen hat sich der rheinland-pfälzische Landtag geschlossen hinter das Projekt gestellt

Die drei Fraktionen von SPD, CDU und FDP betonten am Donnerstag in Mainz ausdrücklich ihre Zustimmung zu der geplanten 160 Meter hohen Brücke. Renommierte Weinkritiker, grüne Bundespolitiker und internationale Medien hatten das riesige Straßenbauprojekt an der Mittelmosel jüngst wieder verstärkt wegen befürchteter negativer Folgen auf Weinwirtschaft und Tourismus kritisiert. Der Bau hat allerdings bereits begonnen.

Der FDP-Abgeordnete Günter Eymael sagte, die vierspurige Brücke für die «B50neu» werde seine Heimatregion besser an Ballungsräume anbinden, zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und «Wachstum und Wohlstand» sichern. Mit Blick auf sinkende Einwohnerzahlen ergänzte der Freidemokrat, damit könne der «drastischen Entleerung der Moselgemeinden» entgegengewirkt werden.

Es komme auch darauf an, die 1,7 Kilometer lange Brücke ansprechend und «filigran» zu gestalten. Vielleicht könnten ein Museum oder Restaurant eingebaut und eine attraktive Beleuchtung installiert werden, meinte Eymael.

Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) verwies auf die künftige Entlastung der Mittelmosel, wenn sich nicht mehr so viele Lastwagen durch das Tal quälen müssten. Die Brücke werde 2016 «mit einem gewissen Stolz» eröffnet und dann von mehr als 20 000 Fahrzeugen täglich befahren werden. Für 2025 rechne er sogar mit 25 000 Fahrzeugen pro Tag. dpa

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