Food
28. Dezember 2016

Leichte Rezepte fürs neue Jahr Laab Ped & Co

Das Gute an diesem Rezept von Spitzenkoch Daniel Lengsfeld aus dem Restaurant Sra Bua in Berlin: Es lässt sich beliebig verändern. Der thailändische Salat schmeckt gut mit Gemüse, Kräutern, Fleisch oder auch Fisch.

Von Marie Blöcher

Opulentes Festessen am Heiligabend, ausgedehnter Brunch am ersten und zweiten Feiertag und zwischendurch immer wieder Schokolade und Lebkuchen: Nach den Feiertagen hat man das reichhaltige Essen oft satt. Verlockender als absoluter Verzicht sind aber frische Rezeptideen.

Der Tipp von Spitzenkoch Daniel Lengsfeld aus dem Restaurant «Sra Bua» in Berlin ist ein Laab Ped mit Entenfleisch: Das Gericht bringt Abwechslung auf den Tisch und verbraucht die Reste vom Festessen. Für den traditionellen thailändischen Salat werden alle Zutaten gehackt und vermengt. «Durch die Kombination aus kaltem Entenfleisch, knackigem Rot- und Weißkohl und Salat bekommt man ein herzhaftes und gleichzeitig leichtes Gericht», erklärt Lengsfeld.

Gewürzt wird mit Chili, Koriander und Minze, dadurch bekommt der Salat einen exotischen Geschmack. Ingwer verleiht dem Ganzen eine besondere Frische. Wer nicht nur das schwere Essen, sondern auch den Winter leid ist, kann sich mit diesem Gericht ein Gefühl von Thailand-Urlaub in die Küche zaubern, sagt Lengsfeld.

Ähnlich exotisch und ganz einfach zubereitet ist ein Thai-Curry. Dafür einfach Currypaste anschwitzen, mit Kokosmilch und Fischsud ablöschen und nach Belieben frisches Gemüse und angebratene Hähnchenbrust, Fisch oder Tofu hinzugeben, erklärt Lengsfeld. Für eine erfrischende Note im Curry wählt man am besten grüne Currypaste, denn darin sind frische Limetten enthalten. «Mit der thailändischen Küche lässt sich ganz einfach ein geschmacklicher Kontrast zu den deftigen Gerichten aus der Weihnachtzeit schaffen.»

Mit den richtigen Rezeptideen kommt die Freude am Kochen und Essen nach Weihnachten schnell wieder zurück, glaubt auch Kochbuchautorin Bettina Matthaei. Sie rät zu Gerichten mit viel saisonalem Gemüse wie Kohl, Kürbis und Roter Bete, aus denen sich unkomplizierte Gerichte zubereiten lassen. Zum Beispiel ein Wurzelgemüse aus dem Ofen: Dafür werden Gemüsesorten wie Möhren, Kürbis, Sellerie oder Pastinaken mit Olivenöl beträufelt, im Ofen gebacken und mit frischen Kräutern bestreut. Dazu passt ein Chili-Quark.

Ein gesunder Klassiker ist auch eine Ingwer-Karotten Suppe. Mit Zwiebeln und frischem Ingwer angeschwitzte Karotten werden in Brühe weichgekocht, mit Orangensaft püriert und mit Orangenabrieb und Ingwer gewürzt. Aufwerten kann man diese Rezepte mit den richtigen Gewürzen: «Zimt und Piment oder auch Kreuzkümmel geben vielen Gerichten eine besondere Note», sagt Matthaei. Auch scharfe Aromen von Chilli, Pfeffer oder Sambal-Oelek passen gut in die Jahreszeit, denn die Schärfe wärmt und belebt.

Auch aus Roter Bete lässt sich eine einfache und frische Mahlzeit zubereiten: Die Knollen werden ungeschält in Alufolie gewickelt, für rund eine Stunde im Ofen gebacken, mit Feta-Dip oder Kräuterquark angerichtet und wie eine Backkartoffel ausgelöffelt. Einen besonders frischen Geschmack bekommt die Rote Bete, wenn man sie vorher mit Granatapfelsirup beträufelt. Viele Gerichte lassen sich außerdem mit vitaminreichen Salaten zusammen servieren. «Zu einer Suppe oder einem Ofengemüse passt zum Beispiel ein frischer Cole-Slaw-Salat», rät Matthaei. Dafür wird Spitzkohl oder Weißkohl fein geraspelt, mit Salz bestreut, durchgeknetet und mit frischen Kräutern bestreut.

Mit saisonalem Gemüse wie Kohl, Feldsalat oder Roter Bete lassen sich nicht nur leichte Gerichte zubereiten - ganz nebenbei helfen diese Lebensmittel dabei, gesund durch den Winter zu kommen, erklärt Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. In kräftig gefärbtem Gemüse wie Rotkohl und Roter Bete sind beispielsweise Flavonoide enthalten. Das sind Stoffe, die Herz-Kreislauf-Krankheiten vorbeugen und das Immunsystem stärken können. Kohl enthält außerdem viele Ballaststoffe, ist gleichzeitig kalorienarm und damit eine perfekte Zutat, wenn man nach den Feiertagen um die Hüften etwas zugelegt hat.

Sich mit einer radikalen Diät für den Genuss an Weihnachten zu bestrafen, davon rät Keller aber ab. «Es ist völlig legitim in dieser Zeit zu genießen.» Wer danach gern ein paar Kilo verlieren oder sich einfach wieder fit fühlen möchte, sollte versuchen, sich dauerhaft ausgewogen zu ernähren. Dafür empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, täglich 400 Gramm Gemüse und 250 Gramm Obst zu essen.

Das klingt viel, ist aber leicht über den Tag zu verteilen, verrät Keller. Die erste Portion Obst lässt sich schon ins Frühstück einbauen und zum Beispiel mit Müsli und Joghurt kombinieren. Zu den Zwischenmahlzeiten kann man den restlichen Obstanteil ganz einfach einstreuen. Und auch die empfohlene Menge Gemüse ist mit den Rezeptideen im Handumdrehen erreicht. dpa

Rezept: Laab Ped aus der Weihnachtsente

Das Gute an diesem Rezept: Es lässt sich beliebig verändern. Der thailändische Salat schmeckt gut mit Gemüse, Kräutern, Fleisch oder auch Fisch.

Zutaten für 4 Personen: etwa 400 Gramm gegartes, gehacktes Entenfleisch (eventuell vom Weihnachtsbraten übrig geblieben), 250 Gramm Rot- und/oder Weißkohl in dünnen Streifen, 1 Handvoll gezupfter und gewaschener Salat (Brunnenkresse, Spinat oder Frisée ), 1 daumengroßes Stück Ingwer fein gerieben, 2 Esslöffel geröstete Erdnüsse, fein geschnittene rote Chili, jeweils 1 Esslöffel gezupfter Koriander, Basilikum & Minze, Salz, Pfeffer, Than Ha Sauce (Fischsauce mit Knoblauch & Chili), Reisessig

Zubereitung: Alle Zutaten in einer großen Schüssel mixen und mit Than Ha, Reisessig, Salz und Pfeffer abschmecken. Schnell servieren, damit die Kräuter und der Salat nicht zusammenfallen. Diesen Salat kann man gut pur oder mit gedämpftem Reis essen.