23. Juni 2010

Leichtes Umsatzminus bei Württembergs Weingärtnern

Die Finanzkrise hat die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) nur leicht getroffen

Trotz des sinkenden Pro-Kopf-Verbrauchs der Deutschen beim Wein um 2,9 Prozent auf 20,1 Liter (2008: 20,7 Liter) konnte die größte deutsche Weingärtnergenossenschaft im vergangenen Jahr Umsatz und Absatz fast stabil halten. Wie der Vorstandsvorsitzende Dieter Weidmann mitteilte, verzeichnete die WZG ein leichtes Umsatzminus auf 87,3 Millionen Euro (Vorjahr 87,6 Mio.). Der Gewinn reduzierte sich von 930 816 auf 794 396 Euro.

Bei der WZG mit ihren 64 Mitgliedern, die den Großteil des Weinbaus in Württemberg repräsentieren, verringerte sich der Absatz nur leicht um 7000 Liter auf 22,8 Millionen Liter. Trotz massiver Preiskämpfe der Discounter ist der Lebensmittelhandel mit 92 Prozent weiterhin größter Absatzmarkt; der Fachhandel und die Gastronomie machen nur noch zwei Prozent aus.

Das Verhältnis Rotwein zu Weißwein hat sich mit 73 zu 27 Prozent leicht zugunsten des Weißweins verschoben. Hauptumsatzträger ist nach wie vor die Literflasche mit 76 Prozent Absatzanteil. Nach Angaben von Weidmann wird ein Fünftel des Württemberger Weines zu Preisen zwischen drei und fünf Euro vermarktet. «Württemberger ist um 11 Cent pro Dreiviertel-Literflasche teurer geworden», berichtete der WZG-Vorstand.

Auch künftig will die Württembergische Weingärtner- Zentralgenossenschaft die gestiegenen Kosten weitergeben. Bereits zum 1. April dieses Jahres wurden die Preise für Weißwein um durchschnittlich 15 Cent erhöht. Trotz des Preisanstiegs befinde man sich in den ersten fünf Monaten dieses Jahres mit Absatz und Umsatz wieder auf Wachstumskurs, teilte Weidmann mit. dpa