22. Juni 2008

Marmelade anders und gesund: Blaubeer-Zitronenverbene Aufstrich

Hochsaison herrscht zurzeit an den Ständen der Obsthändler auf den Stadtmärkten. Nicht nur dort, sondern auch in Warenkaufhäusern stapeln sich die Utensilien und Zuckervorräte zum Einkochen und Entsaften. Einweckgläser, Gummiringe, Fülltrichter, Etiketten, einfach alles Zubehör was man für verschiedene Verarbeitungsmethoden benötigt, ist dort zu haben. In den Küchen der Hobbyköche ist jetzt Kreativität und die Beachtung der schonenden Verarbeitung des Grundproduktes gefragt. Wie aber bekommt man dies alles unter einen Hut?

Wenn wir unsere Großmütter nach einem alten Rezept befragen, heißt es dann oft, Zucker und Früchte in gleichen Teilen zu verarbeiten, plus einen Spritzer Zitrone. Das war früher, denn da sollte der Zucker konservieren und für eine festere Beschaffenheit der Marmelade sorgen. Heute sind wir jedoch bedacht danach, das die Marmelade nach der Frucht schmeckt woraus sie hergestellt wurde und nicht einfach nur süß ist. In den unzähligen Bioläden des Landes gibt es verschiedene Geliermittel, welche ohne Zucker- und Säuerrungsmittel hergestellt sind und überwiegend aus Pektinen bestehen.

Konfigel, ein Produkt der Fa. Runge, ist eines dieser feinen Hilfsmittel. Es besteht lediglich aus Zitronenpektin und Kartoffelstärke.

Pektine sind in den Zellwänden (z.B. Schale, Kerngehäuse ) von Pflanzen und Früchten wie Kernobst, aber auch in Zitronen vorhanden. Diese unverdaulichen Kohlenhydrate gelieren beim Erhitzen.

Die Herstellerangaben besagen in ihrer Zubereitungsempfehlung zwar, das man auf ein Kilogramm Frucht ca. 300g Süßungsmittel geben soll. Gemeint ist damit nicht etwa industriell hergestellter Zucker, sondern vielmehr Vollrohrzucker, Dicksaft oder Honig. Dies aber müssen Sie nicht tun. Wenn Sie bei Ihrem nächsten Einkauf auf zuckersüße und reife Früchte achten, können Sie diese Bestandteile vollkommen weglassen und somit eine Marmelade herstellen, bei der die naturtypischen Aromen in ihren Bestandteilen erhalten bleiben. Die Konsistenz dieser fruchtigen Aufstriche ist nicht ganz mit der Zuckervariante zu vergleichen, denn in ihrer Beschaffenheit ist sie mehr mit einem Gelee zu vergleichen.

Blaubeer-Zitronenverbene Aufstrich

Zutaten:

1 kg zuckersüße Blaubeeren

20g Zitronenverbene, getrocknet

1 Tüte Konfigel

1/2 Zitronenrinde ( unbehandelt ), fein gerieben

 

Zubereitung:

- Blaubeeren waschen, abtropfen und leicht andrücken

- Konfigel darüber geben und gut durchrühren und ca. ½ Stunde ziehen lassen

- Zitronenverbene in eine Teefiltertüte geben und verschließen

- alles in einen Topf geben, gut durchrühren und dabei ca. 3 Minuten kochen lassen

- nach der Hälfte der Kochzeit, die gerieben Zitronenrinde beigeben

- Teefiltertüte heraus nehmen

- in vorbereitete Einweckgläser füllen, verschließen und kopfüber kurz ruhen lassen

 

Tip: Machen Sie vor dem Abfüllen eine Gelierprobe und geben sie ggf. noch etwas Konfigel dazu.

Fazit: Ein Hilfsmittel für die Herstellung eines gesunden Fruchtaufstriches, welcher aber nicht zu langen Lagerung geeignet ist und am besten im Kühlschrank aufbewahrt werden sollte. Für Allergiker von Apfelpektin eine perfekte Alternative.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Jan-Göran Barth 

www.jan-goeran-barth.de