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18. Juni 2009

Ministerium erhielt die meisten EU-Beihilfen

Und zwar das das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Auf Platz zwei liegt die Winzergemeinschaft Moselland eG

Nach Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr insgesamt fast 226 Millionen Euro EU-Agrarsubventionen geflossen. Mit Abstand größter Empfänger im Land war nach einer Auswertung von dpa-RegioData das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Es erhielt etwa 2,5 Millionen Euro Beihilfen, den überwiegenden Teil davon aus dem Fördertopf für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Auf Platz zwei liegt die Winzergemeinschaft Moselland eG mit mehr als 1,3 Millionen Euro. Die Liste mit den Empfängern von Agrarbeihilfen der Europäischen Union hatte die Bundesanstalt für Landwirtschaft am Dienstag im Internet veröffentlicht.

Mehr als eine Million Euro erhielten auch die Erzeugergemeinschaft Goldenes Rheinhessen (rund 1,2 Mio. Euro) und eine große Weinkellerei aus dem Kreis Alzey-Worms (rund 1,1 Mio. Euro). Die Gesamtzahl der Empfänger - Landwirte, Winzer, Firmen oder Ministerien - in Rheinland-Pfalz lag der Auswertung zufolge im vergangenen Jahr bei 17 467.

Rein rechnerisch ergibt sich daraus eine durchschnittliche Zahlung der EU von etwa 12 921 Euro. Im Land gab es 2008 etwa 23 600 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Fläche von mehr als 719 000 Hektar.

Zu den EU-Subventionen zählen direkte Beihilfen, die je nach Fläche zum Beispiel für Umweltauflagen gezahlt werden, aber auch andere Beihilfen wie Export-Erstattungen. Dazu kommen Mittel für die Entwicklung auf dem Land. Die Empfänger direkter Beihilfen wurden nun erstmals veröffentlicht. 

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