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04. Februar 2015

News aus dem Weinmarkt Deutschland Weingastronomie und Marktanteile

Foto: DWI

Weinmarkt in Deutschland schwächelt - Tocos erreicht Dreiviertel-Mehrheit bei Hawesko - Meyer kandidiert für Aufsichtsratsvorsitz - Ausgezeichnete Weingastronomie 2015 - Neuer DWI-Abteilungsleiter Handel und Gastronomie

Neuer DWI-Abteilungsleiter Handel und Gastronomie

Zum 1. Februar 2015 hat Udo Pawliza (Foto) die Leitung der Abteilung Handel und Gastronomie beim Deutschen Weininstitut (DWI) übernommen, die in den letzten fünf Jahren kommissarisch von der DWI-Geschäftsführung mit betreut wurde.

Udo Pawliza, Abteilungsleiter Handel und Gastronomie im Deutschen Weininstitut (DWI) Der 49-jährige Marketing-Fachwirt hat bislang die Marketingabteilung des Spirituosenherstellers Schwarze und Schlichte GmbH & Co. KG in Oelde geleitet und war für die strategische Markenführung des Unternehmens tätig. Dazu zählten u.a. die Entwicklung, Abstimmung und Implementierung markenbezogener Kommunikations- und Werbemaßnahmen sowie die Betreuung von Kunden im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Key Account Managern.

Beim DWI wird sich Pawliza schwerpunktmäßig um die Entwicklung von Marketingkonzepten mit Schwerpunkt Lebensmitteleinzelhandel (LEH) unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen kümmern. "Aufgrund seiner beruflichen Erfahrung und seiner guten Kontakte in den LEH ist Herr Pawliza dafür prädestiniert und wird eine Bereicherung für das DWI sein", kommentierte Monika Reule, Geschäftsführerin des DWI, den Neuzugang. Zu der Abteilung, für die Pawliza die Gesamtverantwortung tragen wird, gehören auch das Ressort "Aus- und Weiterbildung" unter der Leitung von Manuel Bretschi sowie das Ressort "Hotels, Restaurants und Fachhandel" unter der Leitung von Andreas Kaul.

Tocos erreicht Dreiviertel-Mehrheit beim Weinhändler Hawesko

Bei der Übernahme des Weinhändlers Hawesko hat die Tocos-Holding des Investors Detlev Meyer eine Dreiviertel-Mehrheit erreicht und damit eine aktienrechtlich wichtige Schwelle überschritten. Zum Ende der Annahmefrist verfüge Tocos über 75,4 Prozent der Anteile, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit.

Damit gibt es keinen Minderheitsaktionär mehr, der über eine Sperrminorität verfügen würde und wichtige Entscheidungen blockieren könnte. Hawesko solle auch weiterhin mit einem ausreichenden Anteil freier Aktionäre an der Börse notiert bleiben, erklärte Meyer. Eine komplette Übernahme sei nicht angestrebt.

Hawesko-Aufsichtsrat Meyer hatte Anfang November den Aktionären ein Übernahmeangebot von 40 Euro je Anteilsschein unterbreitet und gegen den anfänglichen Widerstand des Großaktionärs und Vorstandschefs Alexander Margaritoff durchgesetzt. Für die Aktionäre beginnt am Donnerstag noch eine zweiwöchige Nachfrist, in der sie das Angebot von Meyer annehmen können.

update 5.2.: Der Großaktionär des Weinhändlers Hawesko, Detlev Meyer, will den Aufsichtsratsvorsitz des Unternehmens übernehmen. Über seine Tocos-Holding verfügt er seit Februar über 75,4 Prozent der Hawesko-Anteile. Aufsichtsratschef Christian Jacobs werde sein Mandat zum 26. März 2015 niederlegen und aus dem Kontrollgremium ausscheiden, teilte die Hawesko-Holding am Donnerstag in Hamburg mit. Aufsichtsratsmitglied Meyer wolle sich dann zur Wahl stellen.

Ausgezeichnete Weingastronomie 2015

Das Deutsche Weininstitut und Original SELTERS suchen auch 2015 wieder die besten Weingastronomen! Welches Restaurant, welche Bar, welche Hotelgastronomie hat die beste, innovativste Auswahl an Weinen aus den deutschen Anbaugebieten?

Um das herauszufinden, haben das Deutsche Weininstitut (DWI) und der zertifizierte Weinbegleiter, Original SELTERS, den Wettbewerb "Ausgezeichnete Weingastronomie" ins Leben gerufen. 2014 wurden die ersten Preisträger ermittelt.

Alle Gastronomen sind auch 2015 wieder aufgerufen, sich zu beteiligen. Bei der Beurteilung des Weinangebots der teilnehmenden Betriebe wird eine unabhängige Jury nicht nur quantitative Maßstäbe ansetzen. Auch andere Faktoren, wie z.B. die Präsentation des Weinsortiments in der Karte durch den Service fließt in die Bewertung mit ein und wird ggf. vor Ort überprüft.

Der Jury gehören an: Die beiden Sommelièren Paula Bosch und Christina Fischer, der Wein- und Gastrojournalist Niko Rechenberg sowie Jörn Winkelmann, Geschäftsführer Selters Mineralquelle und Udo Pawliza, Leiter der Abteilung Gastronnomie und Handel des Deutschen Weininstituts an.

Teilnehmen kann jeder gastronomische Betrieb in Deutschland, egal ob Hotel, Restaurant oder Bar. Die Teilnahme ist kostenlos. Zur Anmeldung

Einsende- und Anmeldeschluss ist der 18. Februar 2015.

Die Preisverleihung findet am 16. März um 9.30 Uhr auf der ProWein in Düsseldorf am Stand des Deutschen Weininstituts (Halle 13 C110) statt.

Die Gewinner erhalten eine Urkunde und eine Plakette sowie Werbeleistungen in Form einer redaktionell gestalteten Anzeige in einem regionalen Medium (Stadtmagazin, Tageszeitung) nach Wahl. Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden darüber hinaus bundesweit kommuniziert.

Weinmarkt in Deutschland schwächelt

Deutsche Weintrinker haben im vergangenen Jahr etwas weniger Rebensaft eingekauft als noch 2013. Die verkaufte Menge sei im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent zurückgegangen, teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) am Mittwoch in Mainz mit.

Der Wert der Einkäufe sank um ein Prozent. Deutscher Wein ist im eigenen Land immer noch am beliebtesten, allerdings sank sein Marktanteil um einen Prozentpunkt auf 45 Prozent. Auf Platz zwei folgt Frankreich mit 15 Prozent.

"Dieses Minus im Absatz war nach der unterdurchschnittlichen Erntemenge des 2013er Jahrgangs vorherzusehen, da in vielen Fällen der Markt nicht in vollem Umfang bedient werden konnte", erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Für 2015 sei sie aber zuversichtlich.

Immer beliebter wird Weißwein: Mittlerweile machen Weißweine 42 Prozent der Einkäufe aus - seit 2008 ist der Anteil damit um vier Prozentpunkte gestiegen. Rotweine liegen mit 48 Prozent allerdings noch immer vorne.

Das DIW beruft sich auf Zahlen des Marktforschungsinstituts GfK zum Weineinkauf der privaten Haushalte in Deutschland. dpa