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07. März 2012

News von der Prowein

Studie zur Direktvermarktung - Die Güter mit Kultkiste - Stuart Pigott zum 2011er - Bio-Wein

Stuart Pigott: Jahrgang 2011 bietet «geniale Trinkweine»

Weintrinker beschäftigt alljährlich dieselbe Frage: Wie schmeckt der neue Jahrgang? Der international renommierte Weinkritiker Stuart Pigott hat sich auf der Weinfachmesse Prowein 2012 in Düsseldorf einen Überblick über die neuen Tropfen der deutschen Winzer verschafft. Sein Fazit für 2011 fällt positiv aus: «Es ist ein wirklich sehr guter Jahrgang», sagte der gebürtige Brite.

Die noch jungen Weißweine erinnern den Kenner der deutschen Weinszene an das gute Weinjahr 2009. «Sie sind noch aromatischer und oft einen Tick eleganter, aber es gibt keine Überweine.» Und das findet Pigott sehr gut. Denn ihn interessieren vor allem sogenannte Trinkweine. «Das sind Weine, die einen nicht müde und fertig machen», erklärte der Kritiker. «Es gibt beim Jahrgang 2011 sehr viele geniale Trinkweine.» Alle Sorten profitierten von dem Bilderbuchherbst, der trotz etlicher Wetterkapriolen im Jahresverlauf alles zum Guten wendete.

Höhere Alkoholgehalte seien nicht zu befürchten, erläuterte der streitbare Experte: «Gute Winzer ziehen notfalls die Alkoholbremse. Sie haben gelernt, dass weniger mehr sein kann. Denn der Konsument will einen Wein, der animierend und frisch schmeckt.» Die jungen Rotweine seien noch extreme Rohlinge. Aber auch hierbei geht Pigott davon aus, dass 2011 bei Rot ähnlich gut sein wird wie bei Weiß. dpa

Wein-Studie: Direktvermarktung wird wichtiger

Einkaufen beim Winzer: Die Direktvermarktung von Wein gewinnt einer neuen Studie zufolge an Bedeutung. «Premiumweintrinker», die mehr als fünf Euro für einen Liter deutschen Wein ausgäben, seien die wichtigste Konsumentengruppe, teilte die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Ulrike Höfken (Grüne) am Montag bei der Prowein-Messe 2012 in Düsseldorf mit. «Damit wird die scheinbare Marktdominanz der Discounter widerlegt.» Die Weinwirtschaft müsse noch mehr auf Direktvermarktung setzen, empfahl Höfken bei der Vorstellung der Studie.

Eine Hochrechnung zeigt demnach, dass in Deutschland etwa ein Viertel der Weinkonsumenten «Premiumeinkaufstätten» wie Weingüter, Winzergenossenschaften und den Fachhandel bevorzugt und 38,5 Prozent der Weinmenge trinkt. Damit geben die «Premiumtrinker» sogar mehr als die Hälfte des Geldes aus, das insgesamt in Wein investiert wird. Für die Studie der Forschungsanstalt Geisenheim in Hessen wurden bundesweit rund 2000 Männer und Frauen befragt. dpa

Höhere Preise für deutsche Weine im Ausland

Die deutschen Weinexporteure haben 2011 höhere Preise erzielt. Der Durchschnittspreis pro Liter stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent auf 2,27 Euro, teilte das Deutsche Weininstitut am Montag bei der Düsseldorfer Messe ProWein mit. In Dänemark und in Schweden gab es die größten Zuwächse mit jeweils über 22 Prozent.

Allerdings wurde wegen der geringen Ernte im Jahr 2010 insgesamt weniger Wein ausgeführt. Die Exporte gingen um gut ein Zehntel zurück. Der Gesamtwert der ausgeführten Weine sank um 1,7 Prozent auf 349 Millionen Euro. Es gebe eine anhaltend gute Nachfrage, bekräftigte Monika Reule, die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts.

An der Spitze standen 2011 die Vereinigten Staaten mit fast einem Drittel der Exporterlöse, gefolgt von Großbritannien und den Niederlanden. In England brachen die Ausfuhren bei Menge und Umsatz zweistellig ein: Dorthin wurden viele Jahre vor allem billige Weine ausgeführt, was nun das Image schädigt. Gewächse der mittleren Preisklasse sind aber zunehmend gefragt. «Wir müssen das Billigpreis-Segment hinter uns lassen», sagte Ernst Büscher, der Sprecher des Weininstituts.

Schon wegen der oft aufwendigen Produktion etwa in steilen Lagen sowie der Kostenstruktur sei dies nötig. Im Schnitt wird etwa ein Fünftel der deutschen Jahresproduktion an Wein im Ausland getrunken. Dabei ist der Riesling das Zugpferd: 60 Prozent der weltweiten Rebfläche liegen in Deutschland.

Kräftige Zuwächse legten die Winzer 2011 in Norwegen hin: Das Land liegt nun auf Platz vier der Weinexportstatistik. «Fast ein Drittel aller Weißweine, die in Norwegen konsumiert werden, sind deutschen Ursprungs», erklärte das Institut. China rückte mit einem Wertzuwachs von 19 Prozent auf Platz acht vor - und löste Japan als bislang größten Exportmarkt in Asien ab. dpa

Biowein trägt künftig ein EU-Bio-Logo

Immer häufiger greifen Verbraucher gezielt zu Biowein. Nun kommt ein weiteres Siegel auf dem Flaschenetikett dazu: das EU-Bio-Logo. Es zeigt ein Lindenblatt mit den europäischen Sternen. «Von der Ernte 2012 an darf jetzt offiziell in der EU 'Biowein' auch so genannt werden», sagte Ralph Dejas vom Bundesverband Ecovin auf der internationalen Weinfachmesse ProWein (noch bis 6. März) in Düsseldorf. Ecovin zertifiziert Bio-Weinbetriebe.

Bisher gab es zwar europaweite Standards für Wein aus biologisch angebauten Trauben, aber nicht für ökologische Herstellungsmethoden. Deshalb durfte das, was allgemein unter «Biowein» verstanden wurde, offiziell nur als «Wein aus ökologisch erzeugten Trauben» bezeichnet werden. «Wir sind froh, dass es endlich Klarheit gibt», erklärte Dejas. Die neuen Richtlinien legen nun bestimmte Produktionsverfahren und Zusatzstoffe für ökologische Weine fest.

So müssen Winzer, die das EU-Biosiegel nutzen wollen, beispielsweise auf den Konservierungsstoff Sorbinsäure verzichten. Auch dürfen sie schweflige Säure zur Konservierung nur in geringerer Menge zusetzen als bei herkömmlichem Wein: Die Differenz beträgt mindestens 30 bis 50 Milligramm pro Liter, abhängig vom Restzuckergehalt des Weines.

Vor allem für Rotwein-Betriebe sieht Lotte Pfeffer-Müller, Vorsitzende von Ecovin, in der Begrenzung von Schwefel eine Herausforderung. «Winzer von hochwertigen Rotweinen, die im Barrique ausgebaut werden, können unter Umständen Schwierigkeiten bekommen.» Ansonsten sieht die Ökowein-Branche das neue Siegel gelassen.

«Das EU-Biosiegel kommt auf alles drauf, auch auf Kartoffeln. Wein ist aber eine eigene Welt. Wir brauchen dieses Siegel nicht, denn die gesetzlichen Bestimmungen sind nur das Basis-Niveau», sagt Paulin Köpfer vom Weingut Wilhelm Zähringer im badischen Heitersheim. «Unsere Bestimmungen, sei es von Demeter oder Ecovin, sind weitaus strenger.» Seine Sorge ist nur, ob damit nicht ein großer bürokratischer Aufwand verbunden ist. dpa

20 Jahre Die Güter

Im Jubiläumsjahr unterstützen DIEGUETER ihre Agenturpartner mit innovativen Marketingaktionen. Zum Auftakt wird dem 20-jährigen Jubiläum Tribut gezollt mit einer Kultkiste reifer Weine.

Die 1992 gegründete Vertriebsorganisation DIEGUETER (vormals DGV Gutswein Gmbh) bietet über eine schlagkräftige Vertriebsorganisation ein komplettes Deutschweinportfolio aus einer Hand an. 2012 vereinen DIEGUETER 9 Terroirs, 9 Familien und 9 Spitzencrus.

Anlässlich der ProWein präsentierte Sommeliere Lidwina Weh die Raritäten am Stand der Schlumberger GmbH und Co KG: "Die Weine präsentieren sich ausnahmslos hochinteressant und sehr vielseitig. Durch ihr weites Aromaspektrum sind sie wahre Schätze für die Gastronomie und lassen sich herrlich kombinieren zu raffiniert zusammengestellten Gerichten."

Die Kiste:

großes Reifepotential 1992 Nonnenberg Riesling, Georg Breuer, Rheingau

1992 Bernkasteler Doctor Riesling Auslese, Reichsgraf von Kesselstatt, Mosel

in voller Blüte 2005 Johannisberg Riesling GG, prinzsalm, Nahe

1999 Kalkofen Riesling G. C., Dr. Bürklin-Wolf; Pfalz

regionale Klassiker 2001 10.Apriles Anno 1659 Silvaner, Castell'sches Domänenamt, Franken

2008 Baron Louis Grauburgunder, Freiherr von Gleichenstein, Baden

rote Entdeckungen: 2007 Neipperger Schlossberg Lemberger GG (Magnum), Graf von Neipperg, Württemberg

2007 B-52 Spätburgunder, Nelles, Ahr

ein Blick in die Zukunft: 2010 Scharlachberg Riesling Trockenbeerenauslese, Rheingraf, Rheinhessen