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05. April 2008

Öko-News: Pflichtpfand wird ausgeweitet, Erfolg gegen Monsanto, Bayern verstärkt Öko-Landbau

Das Pflichtpfand wird im kommenden Jahr ausgeweitet, Bayern verstärkt Öko-Landbauförderung, Percy Schmeiser erringt Erfolg gegen Monsanto

Pflichtpfand wird im kommenden Jahr ausgeweitet

Auch für diätische Erfrischungsgetränke wie Sport- oder Wellnessdrinks sollen ab dem kommenden Jahr 25 Cent Pfand fällig werden. Damit werde eine Lücke in der Verpackungsverordnung geschlossen. Als diätetisch gelten neben Sport- und Wellnessdrinks Getränke, die der Diätverordnung entsprechen, also einem bestimmten Ernährungszweck dienen.

Ausnahmen von der Pfandpflicht auf Einwegpackungen gibt es auch weiterhin. So soll für Fruchtsäfte, Nektare und Wein nach wie vor keine Pfandpflicht gelten. Das gleiche gilt für Getränke in Verpackungen aus biologisch abbaubaren Werkstoffen, zu denen etwa Tetrapaks gehören.

Percy Schmeiser erringt Erfolg gegen Monsanto

Der Träger des alternativen Nobelpreises 2007, der kanadische Gentechnik-Kritiker und Bio-Bauer Percy Schmeiser, hat einen Etappensieg errungen. Seit Jahren setzt er sich mit dem Agrochemie-Konzern Monsanto auseinander. Nun hat das US-Unternehmen in einer außergerichtlichen Einigung am 19. März die Verantwortung für die Kontamination seiner Felder mit gentechnisch verändertem Raps übernommen und den entstandenen Schaden ersetzt.

Der Schadensersatz beträgt zwar nur 660 US-Dollar, die für das professionelle Entfernen von gentechnisch veränderten Pflanzen auf seinem Acker erforderlich waren, allerdings geht Schmeiser davon aus, dass nun auch andere geschädigte Bauern einen Anspruch auf Schadensersatz erheben können.

Bayern verstärkt Öko-Landbau-Förderung

Die Zahl aller verbandsgebundenen Öko-Betriebe in Bayern erhöhte sich 2007 nach Angaben der Landesvereinigung Ökologischer Landbau (LVÖ) um 3,3 Prozent auf insgesamt 3691 Betriebe. Bundesweit ist die Betriebszahl laut Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) um 2,8 Prozent auf insgesamt 18.046 Betriebe gestiegen. Der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller kündigte an, dass ab 2009 eine Umstellungsprämie von 300 Euro pro Hektar eingeführt wird. Die Ausgleichszahlung für die Beibehaltung wird um 10 Prozent auf 210 EUR angehoben.