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18. April 2008

Öko-News: Schweizer sind Bio-Europameister, Bio-Darjeeling und Österreich-Markt

Schweizer sind Europameister im Bio-Konsum, mehr Bio-Darjeeling und wachsender Bio-Markt in Österreich

Bio-Meister Schweiz

Jeder Schweizer gibt jährlich 102 Euro für Bio-Lebensmittel im Jahr aus. Dicht gefolgt von Dänemark mit 80 Euro pro Kopf und Jahr. Österreich liegt mit 64 EUR noch vor Deutschland mit 56 EUR. Im Mittelfeld liegen die Briten (47 EUR), die Schweden (42 EUR), die Italiener (32 EUR), die Niederländer (28 EUR) und die Franzosen (27 EUR). Am unteren Ende findet man die Belgier (23 EUR), die Iren (16 EUR) und die Spanier (2 EUR). Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2006 (bzw. 2005 für Irland). Aus dem Ökomarktjahrbuch 2008 der ZMP.

Bio-Darjeeling

Die Darjeeling Tea Association (DTA) bemüht sich, die Produktion von Bio-Tee bis zum Jahr 2010 auf über die Hälfte der Erzeugung erhöhen. Branchenangaben zufolge sind derzeit bereits 37 Prozent der gesamten Ernte an den Hängen des östlichen Himalajas Bio-Tee. "Es gibt Bestrebungen noch mindestens zwei weitere Teegärten, die zusammen 13 Prozent der Produktion ausmachen, umzustellen", so Mitarbeiter von DTA gegenüber der indischen Zeitung The Hindu. Bei jährlichen Ernten von rund 9,5 bis 10 Mio. kg, könnte Indien künftig rund fünf Mio. kg der Teeblätter aus Bio-Anbau anbieten. Allerdings reduziert sich in der Praxis die Menge, da während des Umstellungsprozesses nur etwa die Hälfte der Menge geerntet wird. Gegenwärtig wird der Tee in einem 7500 ha-großen Gebiet im Darjeeling-District in Westbengalen von 87 Tee-Anbauern erzeugt.

Bio-Markt Österreich

Der Umsatz mit Bio-Produkten ist 2007 in der Alpenrepublik um 10 Prozent gestiegen. Dies geht vor allem auch auf Preissteigerungen zurück, da die abgesetzte Menge nur um 4 Prozent zugenommen hat, berichtet Ökomarkt Forum. Der Inlandsumsatz mit Bio-Produkten lag 2006 bei 530 Mio. EUR und dürfte 2007 bei rund 580 Mio. EUR liegen. Bei Frischmilch (inkl. Längerfrisch-Milch) und Kartoffeln liegt der Bio-Anteil am Gesamtkonsum bei 15 Prozent, bei Eiern bei 16 Prozent. Bei Wurst und Schinken sind es hingegen nur 1,6 Prozent, bei Fleisch und Geflügel 2,9 Prozent. Frisches Obst und Gemüse liegt mit 7 Prozent in der Mitte.