18. September 2009

Österreichs Weinexporte krisensicher

Im ersten Halbjahr 2009 konnte das Rekordniveau der Exporterlöse des vergangenen Jahres mit Minus 1,8 Prozent knapp gehalten werden, die Exportmengen stiegen um 10 Prozent

"Diese Entwicklung haben wir erwartet, da es 2008 eine große Ernte gab und der Trend zu günstigeren Weinen in der Krise vorauszusehen war", kommentiert Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM).

Dabei ist die Entwicklung der Ausfuhren in Österreichs bei weitem wichtigstes Exportland Deutschland ausschlaggebend. Die Flaschenweine zeigen dabei zwar ein leichtes Mengenminus (-4,5%), konnten aber wertmäßig dazu gewinnen (+1,15%).

Dies liegt daran, dass Österreichs Wein in deutschen Supermärkten und im Discount zunehmend auch in Preisklassen zwischen 3 und 6 Euro erfolgreich ist. Bei den Fassweinexporten stieg die Menge um 30% bei gleichzeitigem Rückgang des Erlöses um knapp 3%. Verantwortlich dafür ist die schwierige Lage auf den internationalen Fassweinmärkten, die sich auch im Inland negativ bemerkbar macht. In Summe ergibt das für den wichtigsten Handelspartner ein Mengenplus von 9% bei einem stabil bleibenden Exportwert (+0,5%).

Am zweitwichtigsten Exportmarkt - der Schweiz - konnte die Menge sowohl bei Flaschen- als auch bei Fassweinen erhöht werden (17,7% und 43%). Der Werterlös war bei den Flaschenweinen mit ca. 3% rückläufig, die Fassweine legten wertmäßig um knapp 8% zu.

In den USA hat die Krise starke Spuren hinterlassen, sowohl Menge (-9%) als auch Wert (-18%) sind im ersten Halbjahr stark rückläufig.