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26. Oktober 2016

Olympiade der Köche in Erfurt Singapur gewinnt größten Kochwettbewerb der Welt

Singapur hat die beste Koch-Nationalmannschaft der Welt. Das Team gewann am Mittwoch die Olympiade der Köche in Erfurt, an der sich mehr als 2000 Kochprofis aus 59 Ländern beteiligten.

Die Plätze zwei und drei belegten Köche aus Finnland und der Schweiz. Das deutsche Auswahlteam, das Titelambitionen hatte, kam nur auf Rang sieben. 2012 hatte es noch den dritten Platz hinter Schweden und Norwegen belegt. Die Olympiade der Köche wird alle vier Jahre veranstaltet und gilt als größter internationaler Kochwettbewerb.

Olympiade der Köche in Erfurt | Singapur gewinnt größten Kochwettbewerb der Welt

Die Deutschen tischten im Wettbewerb ein herbstliches Drei-Gang-Menü mit in Heuasche gegartem Heilbutt und Lammhüfte auf. Das Team um den Brandenburger Matthias Kleber habe keine Fehler gemacht, die Erstplatzierten hätten jedoch extrem stark gekocht, hieß es beim Verband der Köche Deutschlands. Er richtet die Olympiade aus, die als Kochkunstschau eine mehr als 100-jährige Tradition hat. Der Verband sprach von einer "Küchenschlacht der Superlative".

Die Kocholympiade sei größer und besser als jemals zuvor gewesen, sagte Verbandspräsident Andreas Becker. Rund 28 000 Besucher kamen zu der viertägigen Kochshow.

Von den 30 Nationalmannschaften, die angetreten waren, musste unter anderem ein warmes Drei-Gang-Menü gekocht werden - für jeweils 110 Gäste, die die Gerichte auf dem Messegelände in Erfurt verkosten konnten. 60 internationale Juroren bewerteten nicht nur den Gaumenkitzel, sondern auch die Perfektion der Arbeit in 18 gläsernen Küchen. Zudem mussten Köche und Zuckerbäcker originelle Häppchen auf Platten sowie essbare Kunstwerke aus Zucker und Schokolade anrichten.

Auch bei den Nachwuchsköchen kamen die Deutschen nicht in die Nähe der Medaillen. Die Jugendnationalmannschaft belegte nur den 11. Platz. Diesen Wettbewerb gewannen junge schwedische Köche vor Schweizern und Norwegern. Größere internationale Wettbewerbe der Köche gibt unter anderem auch in Lyon, Singapur und Chicago. dpa