Honza Klein unterwegs
29. Mai 2017

Palma de Mallorca für Gourmets Genussort Mercat d l’Olivar

Palma de Mallorca für Gourmets | Genussort Mercat d l’Olivar, Foto © Honza Klein

Mallorca-Urlauber, die einen Ausflug nach Palma machen, flanieren meist zur Kathedrale hinauf, ein wenig durch die Altstadt und bestimmt noch über den Passeig d'es Born. Für Gourmets bietet Palma aber noch etwas ganz Besonderes.

Viele genießen als Abschluss noch einen Kaffee oder einen Cocktail in einem der vielen Cafés am Passeig d'es Born. Dabei gibt es nur wenige Schritte enftfernt einen Ort, den man auf keinen Fall missen sollte. Selbst wenn die Urlaubsherberge all inclusive bietet. Durch kleine Gassen, ca. zehn Minuten Fussweg, hinauf vom Passeig d'es Born gelangt man zum Mercat d l'Olivar. Der Markthalle der Inselhauptstadt. Oder wie es immer so schon heißt: dem Bauch von Palma.

Palma de Mallorca für Gourmets | Genussort Mercat d l’Olivar, Foto © Honza Klein

Als erstes - kleiner Tipp - nicht hungrig hingehen. Es könnte in einer Fressorgie enden. Anderseits - vielleicht gerade doch mit Appetit hingehen, es lohnt zu probieren. Da findet sich eine schier endlose Auswahl an allem, was Poseidons Reich so zu bieten. Von ganz kleinen Fischen bis zum großen Thun- und sogar Schwertfisch, Calamari, Muscheln verschiedenster Sorten, Krabben und Scampi und ... vieles kann an den zahlreichen Imbissständen gleich probiert werden, dazu ein Glas Wein oder Cava.

Palma de Mallorca für Gourmets | Genussort Mercat d l’Olivar, Foto © Honza Klein

Doch nicht nur die Fischhalle ist ein Erlebnis. Da sind Bunte Obststände, an denen natürlich auch alles verkostet werden kann, alles was man an Küchenartikeln so braucht wird feilgeboten. Besonders schön sind all die Schalen und Bretter etc. aus Olivenholz. Und natürlich nicht zu vergessen der Jamón. Schinken in verschiedenster Sorten: Pata Negra, Serrano oder auch Iberico. Allein der Duft, der die Stände umgibt, ist ein Verweilen wert. Oder besser gleich eine Verkostung mit einem Glas Rotwein.

Geheimtipp ist sicherlich das falsche Wort für diese Markthalle. Aber viele Gäste Palmas laufen achtlos daran vorbei. Vielleicht auf dem Weg zur 1912 eröffneten Bahn nach Sóller, die unweit der Markthalle ihren Bahnhof hat. Es lohnt, sich vorher ein wenig zu informieren, oder eben direkt vor Ort. Eventuell bei einem Reiseleiter. Möglicherweise bei alltours. Zählt doch der Reiseveranstalter zu den größten Anbietern auf der Insel und in Spanien generell.

Dabei wurde in den vergangen Jahren sowohl die Zahl der angebotenen Zimmer als auch die Qualität stetig erhöht. Ein Weg dorthin ist für Eigentümer Willy Verhuven die eigene Hotelkette allsun. Mehr als zwei Dutzend Hotels sind es inzwischen auf "der Deutschen liebsten Mittelmehrinsel", sechs auf den Kanaren. Das Angebot reicht von Boutique- und reinen Erwachsenhotels bis zu Strand- und Familienhotels.

Damit ist allsun die größte Hotelkette in deutschem Besitz in Spanien. Insgesamt investierte die alltours Gruppe rund 30 Millionen Euro in das zielgruppenspezifisch ausgerichtete Konzept für seine eigenen und gepachteten allsun-Hotels im Winter auf Mallorca. Die alltours eigene Hotelkette hat sich zu einer der erfolgreichsten Qualitätsmarken entwickelt. Die angebotenen Hotels zählen bei Gästen und Reisebüros zu den beliebtesten Hotelprodukten. Davon zeugen unter anderem stets sehr hohe Weiterempfehlungsraten von über 90 Prozent. Verhuven hat große Ziele: "Wir wollen eher Amazon sein und nicht Karstadt", sagt er selbstbewusst.

Doch es gibt natürlich auch noch andere Hotels auf der Insel. Klein und versteckt, dafür umso schöner, fast romantisch. Allerdings empfiehlt sich dafür ein Mietwagen. Etwa bei einem Besuch des L'Hermitage, gut eine Stunde nördlich von Palma in den Bergen versteckt.

Fast unscheinbar verschmilzt der alte Steinbau mit der Landschaft, die üppigen Zimmer bieten allen Komfort und vor allem Abgeschiedenheit und Ruhe. Nicht zu vergessen ein guter Weinkeller und eine exzellente Küche, die vieles bietet, was man bei einem Besuch des Mercat d l'Olivar gesehen hat. Mallorca abseits vom Massentourismus.

Bin dann mal wieder unterwegs