25. Juli 2008

Pernod Ricard: Umsatz und Marken

Pernod-Ricard muss Spirituosenmarken abgeben: Die Brüsseler und US-Wettbewerbsbehörden haben der Übernahme der schwedischen Gruppe Vin & Sprit (V&S) mit der Vodka-Marke Absolut durch die französische Getränkegruppe Pernod Ricard zugestimmt, dies aber an Bedingungen geknüpft

So soll sich Pernod Ricard in diversen europäischen Ländern von bestimmten Marken trennen. Es handelt sich dabei in Finnland um Anis Dry Anis, in Griechenland um Vodka Serkova, in Polen um die Gin-Marken Lubuski und Star Gin sowie in Schweden um Porto Red Port, Cognac Grönstedts und den Whisky Royal Canadian.

In den USA müssen die Franzosen auf die Vodka-Marken Stolichnaya und Moscovskaya verzichten. Die für 5,63 Mrd. Euro erfolgte Übernahme des 1917 gegründeten schwedischen Staatsmonopols V&S zur Herstellung von alkoholhaltigen Getränken ist der zweitgrößte Zukauf in der Geschichte von Pernod Ricard seit dem Erwerb der britischen Gruppe Allied Domecq für 13 Mrd. Euro vor drei Jahren.

Mit einem Rekordergebnis von 6,589 Mrd. Euro für das Geschäftsjahr 2007/2008 hat Pernod Ricard gerade seine Leistungsfähigkeit unterstrichen. Der Umsatz wuchs nach Meldungen der Gruppe um 8,7%. Als wesentliche Wachstumstreiber nennt Pernod Ricard den Bereich Premiumspirituosen (+14%) sowie neue Absatzmärkte (+22%). (Wein + Markt)