LIFESTYLE
12. Dezember 2009

Pigott war weit weg

Wunderbar für Weihnachten zu hause: Wein weit weg von Stuart Pigott - Expeditionen von Norwegen über den Kaukasus nach China

Pinkfarbener Riesling aus China und Amphorenwein aus Georgien Noch nie gab es so weit im Norden so reife und aromareiche Weine: In Kanada, in Dänemark und Norwegen lotet Stuart Pigott die polaren Grenzen der neuen Weinwelt aus.

In China und Japan begegnet ihm eine aufstrebende fernöstliche Weinwirtschaft, die auf dem besten Weg ist, westliche Spitzenweinerzeuger in den Schatten zu stellen. An der Schnittstelle zwischen Europa und Asien entdeckt Pigott im Kaukasus zahlreiche Ur-Rebsorten, die in Amphoren ausgebaut grandiose Weine ergeben.

Aber auch vor unserer Haustür ist die Weinwelt im Aufbruch: An der traditionsreichen Mosel schießen Garagen-Weingüter aus dem Boden, werden Quereinsteiger wie Matthias Adams zu Winzern (Weingut von Racknitz), mit dem ehrgeizigen Ziel, den großen etablierten Weingütern Paroli zu bieten und Spitzenweine zu erzeugen. Das ist ein gelungenes Kapitel über den Wein ganz nah in Deutschland!

(Wein weit weg, Stuart Pigott, 544 Seiten, 22,95 Euro, Scherz Verlag)