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16. Juli 2009

Reben-Steillagen werden Weltkulturerbe

Terrassierte Steillagen in Württemberg sollen Weltkulturerbe werden

Die terrassierten Weinberg-Steillagen an Neckar, Enz, Kocher und Jagst sollen Weltkulturerbe werden. Das Vorgehen für den Antrag bei der UNESCO sei mit dem Regierungspräsidium bereits besprochen worden, sagte Hermann Hohl, der Präsident des Weinbauverbandes Württemberg, der dpa. Die Stadt im Landkreis Heilbronn verfügt mit knapp 60 Hektar über die größte Steillagen-Fläche in Baden-Württemberg. Die Steillagen müssten als «Schatzkiste der Natur» erhalten bleiben.

Den Weinbergen in den Steillagen droht wegen des von der EU bis 2015 geplanten Wegfalls des Anbaustopps für Rebflächen das Aus, weil diese mühevoller und teils ausschließlich in Handarbeit bewirtschaftet werden müssen. Fünf Prozent der Rebfläche im Land liegt in Steillagen.

Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk sicherte den Weinbauern zu, sich für eine Erhöhung der Ausgleichszahlungen für die Erschwernis in Höhe von 350 Euro pro Hektar und Jahr einzusetzen. «Der Weinbau auf Mauerterrassen ist ein kulturgeschichtliches Gesamtkunstwerk und muss auch in Zukunft erhalten bleiben», sagte der Minister.