Wein
06. Juni 2013

Reichsrat von Buhl Sekt auf Champagner-Niveau

Mathieu Kauffmann wechselt von Bollinger zu Reichsrat von Buhl in die Pfalz

Im Zuge der Vorbereitungen zur operativen Übernahme des Deidesheimer Traditionsweingutes Reichsrat von Buhl am 31. Dezember 2013 erweitern Achim Niederberger und der angehende Geschäftsführer Marian Kopp ihr Team um einen prominenten Neuzugang: Mathieu Kauffmann, seit 2001 Kellermeister und Technischer Leiter des Champagnerhauses Bollinger in Ay/Frankreich, wird ab dem Ernte-Jahrgang 2013 die Produktion bei Reichsrat von Buhl als leitender Kellermeister verantworten.

In seiner Zeit bei Champagne Bollinger produzierte der in Montpellier ausgebildete Önologe einige der besten Champagner in der Geschichte des Hauses und kreierte mit dem Bollinger Rosé einen modernen Klassiker. Dass Kauffmann nun zu Reichsrat von Buhl wechselt, kommt nicht von ungefähr: "Die Pfalz hat mit ihrer enormen Vielfalt an unterschiedlichsten Böden und Terroirs ein enormes Potenzial für die Produktion hochwertiger Schaumweine in klassischer Flaschengärung. Bisher wird dieses Potenzial nur ansatzweise ausgeschöpft", sagte Kauffmann.

Außerdem bietet Reichsrat von Buhl dem gebürtigen Elsässer mit insgesamt fast 60 Hektar eigener Rebfläche und einigen der besten Riesling-Lagen weltweit die idealen Bedingungen, um sich auch seiner zweiten Leidenschaft neben dem Schaumwein mit klassischer Flaschengärung zu widmen: trockene Rieslinge.

Ab Januar 2014 wird das Traditionsweingut dann komplett von der Mannschaft um Geschäftsführer Marian Kopp, den Kellermeister und Technischen Leiter Mathieu Kauffmann sowie den langjährigen Außenbetriebsleiter Werner Sebastian, geführt. "Wir sind uns der Verantwortung bewusst, eines der traditionsreichsten, renommiertesten Weingüter Deutschlands behutsam auf Kurs zu halten und hier und da die Qualitäts- und Innovationsschraube noch ein bisschen weiter zu drehen", sagte Kopp. "Es bleibt nicht nur spannend, es wird noch spannender."

Das Weingut Reichsrat von Buhl

Das Weingut Reichsrat von Buhl zählt seit über 150 Jahren zum Kreis der renommiertesten Weingüter Deutschlands und gehört heute, ebenso wie die nicht minder traditionsreichen Nachbargüter Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan und von Winning, zum Besitz des Neustadter Unternehmers Achim Niederberger.

Alle drei Weingüter sind Mitglied im VDP. Derzeit stellt man auf dem Weingut Reichsrat von Buhl auf ökologische Arbeitsweisen um. Die Sekte des Weingutes gehören im Premium-Segment der Winzersekte zu den Marktführern in der Gastronomie.

Ab 1989 war das Weingut von den Vorbesitzern, der Familie von und zu Guttenberg, an das Unternehmen Tokuoka (Japan) verpachtet. Der Pachtvertrag endet im Dezember 2013. Zum neuen Geschäftsführer des Weingutes ab der Übernahme des operativen Geschäftes durch Niederberger wurde bereits Marian Kopp berufen.

Die Niederberger Weingüter

Die drei international bekannten pfälzischen Traditionsweingüter Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan, Reichsrat von Buhl und von Winning sind 159 Jahre nach der sogenannten Jordan'schen Teilung wieder in einer Hand: Im Besitz des Unternehmers Achim Niederberger aus Neustadt an der Weinstraße. Die drei Güter waren ab 1849 nach Erbteilungen der Familie Jordan eigenständig weitergeführt worden.

Mit den drei Weingütern ist Niederberger wohl der größte private Weinerzeuger im VDP. In den pfälzischen Weinorten Deidesheim, Ruppertsberg und Forst gehören ihm ca. 160 Hektar in besten Lagen. In Neustadt befindet sich mit dem Weingut Villa Niederberger (0,8 ha, Lage Neustadter Mönchgarten) ein weiterer Spitzenbetrieb.