Kaum eine Art von Restaurants könnte mehr für das stehen, was die Berliner Restaurantszene so besonders macht: Eine Küche, in der beste, nachhaltig erzeugte Zutaten von regionalen Erzeuger:innen im Mittelpunkt stehen - und die beruhigen nicht nur das Gewissen, sondern schmecken auch nach mehr als konventionelle Importware.
Meist liegt der Fokus auf Gemüse, auf vegetarischer oder veganer Küche, wenn etwas Fleisch und Fisch dabei sind, erfolgt der Einsatz sparsam und von verantwortungsbewussten Produzent:innen.
Die oft belächelten Monologe über den berühmten Namen der Kuh gehören glücklicherweise der Vergangenheit an - niemand möchte sich gerne belehren lassen, heute mag man wieder ganz entspannt dem Genuss frönen. Der steht bei allen Nominierten ganz oben, und nicht einmal passionierte Carnivore dürften bei diesen außergewöhnlichen Restaurants ihr geliebtes Steak vermissen.
Die TOP 10 Green & Raw Restaurants der Jury:

Im Bonvivant Cocktail Bistro hält der junge Wiener Chef Nikodemus Berger seit 2023 einen Michelin-Stern. Erst vegetarisch, dann 100% vegan zaubert er Menüs, die kunstvoll in hochästhetische Teller übersetzte Natur in jedem Bissen schmecken lässt. Die Stimmung in dem farbenfrohen Lokal ist entspannt, die hausgemachte Cocktailbegleitung ein zusätzliches Plus.
Als erstes vegetarisches Restaurant in Berlin wurde das im roughen Hinterhofstil designte Cookies Cream von Heinz Gidullis alias Cookie mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Nicht nur der Raviolo von Stefan Hentschel genießt Kultstatus, und manche fanden die Küche seines Nachfolgers Nicholas Hahn (Berliner Meisterkoch 2025) sogar noch besser. Aktuell ist die Stelle des Küchenchefs vakant - es bleibt spannend.
Das Daluma im Weinbergsweg ist die Adresse für alle, die gesunde Ernährung und modernen Lebensstil vereinen möchten. Ob kalt gepresste Säfte, grüne Smoothies und vegane Superfood-Gerichte, ein nahrhaftes Frühstück mit Chia-Pudding oder Mittags-Bowls zum Selbstmischen, kommen Genuss und Fitness hier perfekt zusammen.
Ursprünglich als vegetarisches Pendant zum Schwesterrestaurant „Fleischerei“ konzipiert, hat Gastronom Bernhard Hötzl bereits in der Zeit nach der Pandemie gespürt, dass sich die Stadt nach Wohlfühlgerichten sehnt und in der Gärtnerei Klassiker aus der österreichischen Heimat auf die Karte gesetzt. Die Qualität der weiterhin vorhandenen vegetarischen Gerichte ist hervorragend.
Das Happa am Schlesischen Tor ist das erste gemeinsame Restaurant von Sophia Hoffmann und Nina Kristin Petersen. Es ist ein Ort, an dem kulinarischer Genuss und soziale Verantwortung eine natürliche Einheit bilden. Die Küche ist konsequent vegan und auf Abfallvermeidung ausgerichtet - ein Konzept, das nach Zukunft klingt und schmeckt.

Im Restaurant Horváth zeigt Sebastian Frank, wie gut Österreich jenseits von Wiener Schnitzel, Tafelspitz und Kaiserschmarrn schmeckt (mit dem hat er nichtsdestotrotz schon Wettbewerbe gewonnen). Seine „emanzipierte Gemüseküche“ beeinhaltet auch Fonds oder Saucen auf Fleisch/Fettbasis, setzt ansonsten aber ganz auf vegetarische Gerichte - und wird dafür seit vielen Jahren mit zwei Michelin-Sternen belohnt.
Fastfood in Grün: Die Kette Little Green Rabbit mit mehreren Filialen an zentralen Berliner Hotspots setzt auf frische Salate, die wie selbstgemacht schmecken sollen. Es gibt sie in vegetarisch und vegan, aber auch mit Fisch oder Fleisch, ergänzt wird das Angebot durch Suppen und Baked Potatoes.
Unter dem eigenen Leitbegriff „Fine Natural Dining" serviert das Lucky Leek in einladendem Ambiente und mit herzlichem Service ausschließlich vegane Gerichte, wahlweise als Menü oder à la carte. Die kreativ-saisonale Gemüseküche von Josita Hartanto überzeugt mit ausdrucksstarken Kompositionen und hat dem Restaurant auch Dank des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses einen Bib Gourmand eingebracht.
Gastronom und Koch Vadim Otto Ursus Henselder steht mit seinem Restaurant Otto wie kein zweiter für eine niedrigschwelllige, herzliche Produktküche, mit Focus auf Gemüse und Salat. Die saisonal inspirierten, modern und puristisch gehaltenen Gerichte mit nordischer Note basieren alle auf Zutaten aus der näheren Umgebung. Die kleine, feine Weinkarte legt einen besonderen Schwerpunkt auf Natur- und Orangeweine.
Das Oukan im Herzen von Berlin-Mitte verbindet veganes Fine Dining mit japanisch inspiriertem Interieur. Im Mittelpunkt stehen aromatisch vielschichtige Gerichte, deren Zutaten teils aus dem hauseigenen Fermentation Lab stammen – stets mit dem Anspruch, authentisch und einzigartig zu sein, fernab jeglicher Dogmatik. Herausragend die beeindruckende Architektur und die großartige, von einem Tee-Sommelier kreierte Teebegleitung.
In diesen 10 Kategorien kürt die Jury die besten Restaurants:
1 High&End – Außergewöhnliche Fine Dining-Konzepte
2 Buon&Gusto – Italienische Gourmetküche & Herzenspizza- und pasta
3 Open&Air – Schönste Terrassen, Ausblicke und Innenhöfe zum Wohlfühlen
4 Beef&Bling – Fleisch, Szene und Champagner
5 Green&Raw – Vegetarisch und vegan – Hauptsache gutes Gemüse
6 Day&Light - Schneller Lunch & Feinkost
7 Hide&Away – Versteckte Gastro-Perlen auch außerhalb der Innenstadt
8 Wine&Bites – Wein im Fokus: Beste Gewächse und kleine Köstlichkeiten
9 French&Fries - Französische Restaurants mit Flair
10 Wirt&Haus - Restaurants mit starken Wirt:innen - So muss Wirtshaus
Über den Restaurant-CUP der GOURMETWELTEN
Der Restaurant-Cup schließt an das erfolgreiche Format des Wein-Cups der GOURMETWELTEN an. Bis Mai 2026 stellen wir jede Woche die Nominierungen der insgesamt 10 Kategorien vor. Dann kürt die Expert:innen-Jury die Sieger:innen der einzelnen Kategorien, die dann die TOP 10 Berlin Restaurants der GOURMETWELTEN ergeben.
Ziel der Jury aus Berliner Gastroexpertinnen und -experten ist es, Lieblingsorte auf die Bühne zu bringen, zeigen, wo sie sich verstecken und auszeichnen, dass es sich hier um echte Restaurant-Schätze handelt - und das unabhängig von den bekannten Auszeichnungskategorien.
Im Wochenrhythmus erscheint die Liste aller Kategorien mit den jeweiligen Restaurants - nächsten Sonntag geht es weiter mit der 6. Kategorie Day&Light - Schneller Lunch & Feinkost.
In einem 2. Schritt wird die Jury des Restaurant-Cups der GOURMETWELTEN aus den Siegerinnen und Sieger der jeweiligen Kategorie mit dem Restaurant des Jahres einen Gesamt-Sieger küren.
Der Preis von Wein Wolf
Ein wichtiges Kriterium ist die Qualität der Weinkarten der Restaurants. Dazu lobt unser CUP-Partner Wein Wolf einen hochwertigen Preis aus:
Der CUP-Sieger erhält für das Team eine Weinschulung mit ausgesuchten Weinen aus dem Portfolio der Wein Wolf Gruppe, geführt von Moritz Lüke MW, Master of Wine.
Die Jury
Vier Frauen und vier Männer, die sich in der Berliner Gastronomie bestens auskennen:
Manuela Blisse (Food-Journalistin), Stefan Elfenbein (Der Feinschmecker), Stefanie Hofeditz (Food-Journalistin), Hagen Hoppenstedt (KaDeWe, Hoppenstedts Kulinarisches Berlin), Gesa Noormann (Gourmetwelten, Berliner Morgenpost), Nikolas Rechenberg (Gourmetwelten), Annika Schönstädt (Food-Journalistin) und Alexander Uhl (Gastroexperte der Berliner Morgenpost).
Alle nominierten Restaurants in den Kategorien bekommen für den Juni die Option, ein spezielles CUP-Menü der Gourmetwelten unter dem Motto Taste Feel Enjoy zu präsentieren. Meldet euch bei uns unter niko(at)rechenberg-berlin.de.
Zu Teil 1 - High&End
Zu Teil 2 - Buon&Gusto
Zu Teil 3 - Open&Air
Zu Teil 4 - Beef&Bling
Zu Teil 6 - Day&Light



