Berlin ist eine Stadt, die niemals aufhört, sich neu zu erfinden – und so findet der genussvolle Lunch von Charlottenburg bis Neukölln, von Mitte bis Kreuzberg immer neue Ausdrucksformen. Mittags essen ist wieder in, sei es, um sich nach dem samstäglichen Marktbesuch entspannt im Lieblingsrestaurant niederzulassen, köstliche kleine Gerichte und ein kühles Glas Wein zu genießen. Oder um sich in der Mittagspause bewusst Zeit nehmen, um gemeinsam mit Kolleginnen bei frischen Tagesgerichten aufzutanken. So wird der Lunch zum Erlebnis, das den Rhythmus des Tages unterbricht und ihn bereichert. An manchen Tagen hat ein sorgfältig belegtes Sandwich oder ein kleines Gericht mit guten Zutaten mehr zu sagen als das aufwändigste Abendmenü – das sind Momente, in denen das Handgemachte, das Ehrliche, das Unkomplizierte genau das Richtige sind.
Sei es der Feinkostladen, die Tagesbar oder das Café, das vom Frühstück bis zum frühabendlichen Aperitivo geöffnet ist: Die Lust auf spontane Häppchen im Sonnenlicht und gepflegtes Daydrinking ist so allgegenwärtig wie der Bedarf des schnellen, aber hochwertigen Business-Lunch. Jeder Kiez hat seine eigene Mittagskultur, aber immer hat diese Tageszeit ihren ganz eigenen Zauber: Sie gehört weder dem geschäftigen Morgen noch dem geselligen Abend, sondern ganz sich selbst – und genau das macht sie so besonders. Diese Liste versammelt zehn Orte, an denen Lunch in Berlin zu etwas ganz Eigenem wird:
Die TOP 10 Lunch Restaurants der Jury:
Mit seinem zweiten Laden, der weniger Restaurant als eine der Top-Adressen für besten französischen Käse und ausgesuchte Weine und Champagner ist, hat Sébastien Gorius einen neuen Treffpunkt in der City West geschaffen. Hier am Savignyplatz trifft sich tout Berlin zum Glas Wein, zum französischen Feinkostteller und natürlich zum Einkaufen eines Stücks Frankreich für zu Hause.
Die schwarze Blutwurst aus dem kleinen Handwerksbetrieb von Marcus Benser wird nur aus allerbesten Zutaten und mit einer geheimen Gewürzmischung hergestellt. Aus ganz Europa kommen Fans in den historischen Teil von Rixdorf, um die berühmte Spezialität des „Ritter der Blutwurst“ zu probieren. Mittags gibt es traditionelle Tagesgerichte wie Hackbraten, Senfeier oder Milchreis - eine Neuköllner Institution.
In der Hommage an den ehemaligen Bonner Kultkiosk übersetzt Johann Maier hauptstädtisch gute, alte Rezepte aus ganz Deutschland ins heute. Vom Obazda mit marinierten Radieschen und Wasabi-Rauke, Allgäuer Käsespätzle sind mit weißem Kimchi und Apfelmus bis zu Gulasch von der Rinderwade mit böhmischem Knödel finden sich jede Menge Wohlfühlgerichte auf der Karte, die immer auch für internationale Einflüsse offen ist.

4) Lisbeth
Chiara de Martin Topranin hat das herrlich verwunschene Café des Sophien Friedhofs an der Invalidenstraße zu einem Ort italienischer Gastfreundschaft und Kulinarik gemacht. Das cremefarben gestrichene Gebäude mit den Sprossenfenstern, dem pittoresken Wintergarten und der lauschigen Terrasse lockt mit ausgezeichneter italienischer Küche und raffinierten saisonalen Snacks wie warmer Porchetta oder köstlich belegtem Altamura-Brot.
Ob Liptauer, Leberkäsesemmel, Rindergulasch oder Kaiserschmarrn – den ganzen Tag über serviert das gemütliche Restaurant im Bergmannkiez österreichische Klassiker, die rund um die Uhr und bei schönem Wetter auch auf der Sonnenterrasse angeboten werden. Ein absolutes Highlight ist - Überraschung - das Wiener Schnitzel vom Kalb mit Kartoffel-Gurken-Salat.
6) Pinci
Kaum eröffnet, bringt die Weinbar die coolen alten Mitte-Vibes in die Große Hamburger Straße zurück. Ob es die Auswahl an sorgfältig kuratierten Weinen (viel Natur, aber auch klassisch ausgebaute Gewächse), die wechselnde Karte mit einfachen, aber ausgesprochen schmackhaften italienischen Klassikern oder das schicke junge Publikum sind: der Laden ist (zu Recht) gehypt und seit seiner Eröffnung im letzten Jahr praktisch immer voll .
7) SchmidtZ&KO
Seit Herbst letzten Jahres ist Gerrit Wensing aus dem Rutz Zollhaus in den genussfreudigen Concept Store Schmidt Z&KO in Berlin-Friedenau gewechselt. Die Speisekarte des neuen Küchenchefs ist von regionalen und bodenständigen Akzente geprägt und kann mittags im Rahmen eines 3-Gänge-Business-Menüs - aktuell mit Lachstartar, Zweierlei vom Lamm und Erdbeer-Rhabarber-Ragout - für faire 39 Euro inkl. einem Glas Sekt probiert werden.

8) Die Stulle
Seit vielen Jahren ist das Frühstücks- und Mittagscafé am Savignyplatz eine sichere Adresse nicht nur für die namensgebenden Stullen aus Sauerteigbrot, die so köstlich belegt sind, dass sie locker eine Mahlzeit ersetzen. Anne und Marlene Richter servieren auch Bowls, Granola und den besten Apfelstreuselkuchen der Stadt - alles wird täglich frisch und mit besten regionalen Zutaten zubereitet. Kein Wunder, dass es zu Stoßzeiten kaum ohne Reservierung geht.
Nach der Winterpause, wo die Theke vorübergehend in die große Dining-Schwester Ora zieht, freuen sich Fans der Michelberger Imperiums besonders, wenn die Stammlocation im Wedding wieder mit köstlichen Mittagsgerichten öffnet. Kantine, Lunchspot und Gartenlokal zugleich, gibt es hier köstliche Leberkäs-Semmeln, Gemüsegerichte von der Michelberger Farm im Spreewald und Apéros mit Spirituosen von MXPSM.
In Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und seit Ende März auch in Frohnau haben sich die Läden zu echten Lieblingsorten für Foodies entwickelt. Mit handwerklich hergestellten, liebevoll ausgesuchten Produkten, die sich durch viel Geschmack und Respekt für Tier, Mensch und Natur auszeichnen. Die Käsetheke gehört zum Schönsten, was Berlin an Feinkost zu bieten hat: Massenware ist hier tabu, die Produzierenden sind persönlich bekannt, und alles kann vor Ort probiert und als Degustationsteller verkostet werden.
In diesen 10 Kategorien kürt die Jury die besten Restaurants:
1 High&End – Außergewöhnliche Fine Dining-Konzepte
2 Buon&Gusto – Italienische Gourmetküche & Herzenspizza- und pasta
3 Open&Air – Schönste Terrassen, Ausblicke und Innenhöfe zum Wohlfühlen
4 Beef&Bling – Fleisch, Szene und Champagner
5 Green&Raw – Vegetarisch und vegan – Hauptsache gutes Gemüse
6 Day&Light - Lunch, Daydrinking & Feinkost
7 Hide&Away – Versteckte Gastro-Perlen auch außerhalb der Innenstadt
8 Wine&Bites – Wein im Fokus: Beste Gewächse und kleine Köstlichkeiten
9 French&Fries - Französische Restaurants mit Flair
10 Wirt&Haus - Restaurants mit starken Wirt:innen - So muss Wirtshaus
Über den Restaurant-CUP der GOURMETWELTEN
Der Restaurant-Cup schließt an das erfolgreiche Format des Wein-Cups der GOURMETWELTEN an. Bis Mai 2026 stellen wir jede Woche die Nominierungen der insgesamt 10 Kategorien vor. Dann kürt die Expert:innen-Jury die Sieger:innen der einzelnen Kategorien, die dann die TOP 10 Berlin Restaurants der GOURMETWELTEN ergeben.
Ziel der Jury aus Berliner Gastroexpertinnen und -experten ist es, Lieblingsorte auf die Bühne zu bringen, zeigen, wo sie sich verstecken und auszeichnen, dass es sich hier um echte Restaurant-Schätze handelt - und das unabhängig von den bekannten Auszeichnungskategorien.
Im Wochenrhythmus erscheint die Liste aller Kategorien mit den jeweiligen Restaurants - nächsten Sonntag geht es weiter mit der 7. Kategorie Hide&Away – Versteckte Gastro-Perlen auch außerhalb der Innenstadt - weiter.
In einem 2. Schritt wird die Jury des Restaurant-Cups der GOURMETWELTEN aus den Siegerinnen und Sieger der jeweiligen Kategorie mit dem Restaurant des Jahres einen Gesamt-Sieger küren.
Der Preis von Wein Wolf
Ein wichtiges Kriterium ist die Qualität der Weinkarten der Restaurants. Dazu lobt unser CUP-Partner Wein Wolf einen hochwertigen Preis aus:
Der CUP-Sieger erhält für das Team eine Weinschulung mit ausgesuchten Weinen aus dem Portfolio der Wein Wolf Gruppe, geführt von Moritz Lüke MW, Master of Wine.
Die Jury
Vier Frauen und vier Männer, die sich in der Berliner Gastronomie bestens auskennen:
Manuela Blisse (Food-Journalistin), Stefan Elfenbein (Der Feinschmecker), Stefanie Hofeditz (Food-Journalistin), Hagen Hoppenstedt (KaDeWe, Hoppenstedts Kulinarisches Berlin), Gesa Noormann (Gourmetwelten, Berliner Morgenpost), Nikolas Rechenberg (Gourmetwelten), Annika Schönstädt (Food-Journalistin) und Alexander Uhl (Gastroexperte der Berliner Morgenpost).
Alle nominierten Restaurants in den Kategorien bekommen für den Juni die Option, ein spezielles CUP-Menü der Gourmetwelten unter dem Motto Taste Feel Enjoy zu präsentieren. Meldet euch bei uns unter niko(at)rechenberg-berlin.de.
Zu Teil 1 - High&End
Zu Teil 2 - Buon&Gusto
Zu Teil 3 - Open&Air
Zu Teil 4 - Beef&Bling
Zu Teil 5 - Green & Raw
7 Hide&Away – Versteckte Gastro-Perlen auch außerhalb der Innenstadt
8 Wine&Bites – Wein im Fokus: Beste Gewächse und kleine Köstlichkeiten

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