Auf dem Weg zum großen Finale: Eine Jury aus acht Kritikerinnen und Kritikern hat sich durch zehn Kategorien des Restaurant-CUP gearbeitet, mit einem klaren Auftrag: keine Kompromisse, kein Mainstream, kein schneller Trend. Prämiert wurden Restaurants, die entweder ganz neu und doch schon richtig überzeugend sind.
Oder andere, die seit Jahren, manchmal Jahrzehnten, in ihrer Kategorie Maßstäbe setzen. Zehn Kategorien, zehn Gewinner. Die Top 10 Lieblingsrestaurants des Restaurant-CUP der GOURMETWELTEN sind eine Liste, die man kennen sollte - mit echten Restaurantschätzen und Lieblingsorten, die garantiert Freude machen. Und das völlig unabhängig von den bekannten Auszeichnungskategorien.
Die Sieger - die TOP 10 Lieblingsrestaurants Berlin:
Vom Nachbarschaftsrestaurant zum Michelin-Stern: Das Bricole hat eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Von Anfang an dabei Steve Zeidler als Küchenchef, der so unprätentiös, so sympathisch wirkt wie das kleine Lokal selbst und mit seiner perfekt ausbalancierten französischen Küche begeistert. Gastgeber Fabian Fischer und Restaurantleiterin Isa Wendel verbreiten eine lässige Wohlfühlatmosphäre jenseits der Sterne-Hemmschwelle - ein Laden, der einfach das Herz erwärmt.
Es hat lange gedauert, bis Antonio Bragato, der das elegante Lokal am Walter-Benjamin-Platz gemeinsam mit seinem Sohn Louis betreibt, den perfekten Küchenchef gefunden hat. Seit Ende letzten Jahren kocht Danny Benedettini genauso präzise, wie der Deutschitaliener seine Weine auf dem eigenen Weingut im Friaul macht. Beste Produkte modern interpretiert, viel Liebe zum Detail, ohne es mit den Komponenten zu übertreiben - so geht italienische Spitzenküche.
Mit ihrem Restaurant an der Rummelsburger Bucht haben der begnadete Gastgeber und Sommelier Mathias Brandweiner und der junge Küchenchef Frederik Grieb ihren Traum von der Selbstständigkeit verwirklicht. Die lichten Räume direkt am Wasser und mit Bootsanleger bilden den perfekten Rahmen für großartiges Essen, fantastische Weine und herzliche Gastfreundschaft - in einem Setting, dass für eine Auszeit von der Großstadt wie gemacht ist.
Wo über zehn Jahre lang der Beef Grill Club ansässig war, eröffnet mit „the Main“ in der Französischen Straße ein neues Restaurantkonzept, das Dinner, Bar und Lounge zu einem Gesamterlebnis verbindet. Ein bisschen fühlt es sich wie Dubai an, wenn Chefkoch David Creuzet hier im großen Stil internationale Highlights vom Hummer bis zu den Beef Mastercuts auffährt. Die Steaks werden vom Service routiniert am Tisch tranchiert und entbeint, dazu gibt es Signature Drinks, eine gut kuratierte Weinkarte und ein monatliches „Dine & Dance“-Konzept.

Als einer der ersten in Berlin setzte der junge Wiener Chefkoch Nikodemus Berger - selbst von Kindheit an Vegetarier - auf feinste Gemüseküche. 2023 bekam er dafür den ersten Michelin-Stern und hält ihn seitdem. Erst vegetarisch, dann 100% vegan zaubert er Menüs, die kunstvoll in hochästhetische Teller übersetzte Natur in jedem Bissen schmecken lassen. Die Stimmung in dem farbenfrohen Lokal ist entspannt, die hausgemachte Cocktailbegleitung eine spannende Ergänzung: Selbst Carnivore würden hier niemals einen Gedanken an Fleisch verschwenden.
6) Day&Light: Augusta Savignyplatz
Der gebürtig aus den französischen Alpen stammende Sébastien Gorius hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den besten französischen Käse inklusive der Herzerwärmer Raclette und Fondue zusammen mit Philippe Regnier nach Berlin zu bringen. Nach erfolgreichen Jahren mit einem kleinen, immer vollen Restaurant in Schöneberg hat er nun den Savignyplatz mit einem Feinkostladen und angeschlossener Gastronomie erobert: Ein Stück echtes Frankreich, wie es leibt und lebt.

Nadine und Tom Michelberger sind echte Pioniere für ein ganz neues und typisch Berliner Konzept von nachhaltiger Gastlichkeit. Herzstück des gleichnamigen Genussimperiums ist das „Michelberger Restaurant“, wo unter der Leitung von Andreas Rieger Menüs entstehen, deren Zutaten soweit möglich von der „Michelberger Farm“ im Spreewald und sonst von anderen lokalen Erzeugern stammen. Mit ihren Wohlfühlgerichten, die an die Kindheit erinnern, möchten sie auch internationale Gäste abholen und deutsche Traditionsküche in innovativer Interpretation zeigen: Hier trifft eine große Vision auf Freude am Genuss.
8) Wine&Bites: Der kleine August

Weinbars liegen im Trend: Der kleine Bissen zu einem ausgesuchten Glas Wein zum After-Work, das entspannte Trinken mit Freude an einer sorgfältig kuratierten Auswahl passt zum Zeitgeist. Gerade in Mitte, neben dem ebenfalls von Yoram Roths BTG betriebenen "Luna d'Oro" in Klärchens Ballhaus, schätzt die internationale Crowd die typisch französische Einrichtung, die professionelle Weinberatung von Pierre Girard und die hochwertigen französischen Produkte - eine willkommene Neueröffnung.

Ob das, was die Deutschen unter französischer Küche verstehen, gerade zu den neuen Mainstream-Trends in Berlin zählt, dürfte den echten Pariser Régis Lamazère herzlich wenig interessieren. Seit über zehn Jahren serviert er in seinem Restaurant am Stuttgarter Platz authentisch französische, kreative Brasserie-Küche. Das Tagesmenü steht auf der Schiefertafel, der Service empfiehlt gerne die passenden Weine dazu und wenn am Ende der Duft nach frisch gebackenen Madeleines durch das Lokal zieht, ist das Glück perfekt - Vive la France!
Johanna Nußbaumer kocht seit über zehn Jahren nach traditionellen Familienrezepten: Ihr Wiener Schnitzel, Tafelspitz und Kaiserschmarrn mit Zwetschkenröster sind legendär und in einer Qualität, die ihresgleichen in Berlin sucht. Sei hungrig, sei durstig, sei willkommen ist die Losung der Salzburgerin, die das Lokal seit 2008 als unverzichtbare Institution der Stadt führt. Ihre vielen Stammgäste wissen, dass es in Berlin keinen besseren Platz für österreichische Küche gibt - und dem kann sich die Jury nur anschließen.
Die Siegerinnen und Sieger werden am 17. Juni in der Hafenküche ausgezeichnet - dann wird das Restaurant des Jahres bekannt gegeben. Die GOURMETWELTEN danken der Jury und Wein Wolf herzlich für die Unterstützung.
Ein wichtiges Kriterium ist die Qualität der Weinkarten der Restaurants. Dazu lobt unser CUP-Partner Wein Wolf einen hochwertigen Preis aus:
Der CUP-Sieger erhält für das Team eine Weinschulung mit ausgesuchten Weinen aus dem Portfolio der Wein Wolf Gruppe, geführt von Moritz Lüke MW, Master of Wine.
Die Jury
Vier Frauen und vier Männer, die sich in der Berliner Gastronomie bestens auskennen:
Manuela Blisse (Food-Journalistin), Stefan Elfenbein (Der Feinschmecker), Stefanie Hofeditz (Food-Journalistin), Hagen Hoppenstedt (KaDeWe, Hoppenstedts Kulinarisches Berlin), Gesa Noormann (Gourmetwelten, Berliner Morgenpost), Nikolas Rechenberg (Gourmetwelten), Annika Schönstädt (Food-Journalistin) und Alexander Uhl (Gastroexperte der Berliner Morgenpost).