Bars & Drinks
09. Dezember 2015

Restaurant The Grand Sascha Klinke neuer Bar Chef

Sascha Klinke ist neuer Bar Chef im The Grand in Berlin: Sein Bestseller ist der Grand Mule.

Sascha Klinke ist neuer Chef an der Bar des The Grand. Der gelernte Eventkaufmann und Koch, der zuvor als Bartender in Clubs wie Asphalt, Puro und Spindler & Klatt gearbeitet hat, ist seit der Eröffnung vor drei Jahren im The Grand mit dabei. Nach einem Ausflug in den Dean Club der Amano Group kehrte der 31-­Jährige nach etwa einem Jahr wieder zurück ins The Grand. Hier arbeitete er eng mit dem früheren Bar Manager Andreas Künster zusammen, der im Herbst 2015 die Bar in Richtung Tel Aviv verlassen hat.

Sascha Klinke ist neuer Bar Chef im The Grand in Berlin: Sein Bestseller ist der Grand Mule.

Klinke: "Wir arbeiten nach dem Motto 'You name it, we serve it'. Der Gast ist König und bestimmt, was er trinken möchte, ob frisch, fruchtig oder sauer. Dabei verwenden wir nur frische Zutaten. Auch wenn mal kein Rezept zur Hand ist - wir improvisieren immer so, dass wirklich jeder happy ist." Die Sirups und Infusionen für die Cocktails setzt Klinke selbst an. Der Barchef: "Ein hausgemachter Sirup schmeckt viel intensiver und es ist auch ein großer Unterschied, ob ich den Mojito mit Minze oder einer Minz-­Infusion zubereite. Dabei hilft mir meine Erfahrung als Koch. Denn was in der Küche passt, passt auch an der Bar. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Drink, den 'French Quarter Cheese', der tatsächlich wie ein Käsekuchen schmeckte." Ob Gurke, Banane oder Minze - durch Mazeration werden die Aromen gelöst und der Geschmack viel intensiver. So wird Klinke in Zukunft noch mehr mit Infusionen und Aromen experimentieren und die Karte weiter entwickeln.

Sascha Klinke ist neuer Bar Chef im The Grand in Berlin: Sein Bestseller ist der Grand Mule.

"Unser neuester Bestseller ist der 'Grand Mule'. Das ist unsere Interpretation des 'Moscow Mule', aber als Cocktail", sagt der Bar Chef. Ungeschlagener Lieblingsdrink der Gäste ist seit Langem 'Whiskey Sour'. "Viele Gäste kommen extra deswegen zu uns", sagt Klinke.

Wochentags zieht es Businessgäste zum After-­Work-­Drink in die Bar, am Wochenende wird die Bar neben dem Club in der ersten Etage mitunter zur Tanzfläche für ein Partyvolk zwischen 21-­55 Jahren. Im Club spielen freitags Live-­Bands aktuelle Hits & Dance Klassiker. Samstags legt ein DJ auf nach dem Motto "Urban for Grown Ups". 2014 wurde The Grand von den Berliner Meisterköchen zum Szenerestaurant des Jahres gekürt.

Der Berliner Gastronom und Inhaber Jesko Klatt bezeichnet The Grand "als klassisches Grandhotel ohne Zimmer." Klatt: "Mit The Grand greifen wir die Idee eines in die Jahre gekommenen Grandhotels auf. Nachdem das Gebäude 20 Jahre leer stand, ließen wir so manche Wand einfach wie sie war. Der abgeblätterte Putz vermittelt kubanischen Charme. Hinzu kamen alte, ein wenig abgenutzte englische Möbel, klassische Marmorfußböden und ein riesiger Kronleuchter als modernes Kunstwerk. Mit neuen und hochwertigen Elementen inszenieren wir ganz bewusst Gegensätze."

Bis zum Zweiten Weltkrieg war in dem Gebäude in der Hirtenstraße die Kommunal-­Armenschule untergebracht. Damals trennte noch eine Mauer Mädchen und Jungen, die in symmetrisch angelegten Räumen getrennt voneinander unterrichtet wurden. Nach dem Krieg zog eine Berufsschule ein und nach dem Mauerfall stand das letzte erhaltene Schulgebäude aus dem Jahr 1842 in der Spandauer Vorstadt leer, bis Klatt das 1.500 m2 -­? Gebäude vor drei Jahren umbaute.

Heute beherbergt The Grand die Bar mit angeschlossenem Club, das Restaurant mit Küchenchef Tilo Roth und sechs Veranstaltungsräume im Stil von Suiten.

Mehr: Ein Besuch im The Grand

Die Bar des The Grand ist täglich ab 18h geöffnet, der Club freitags und samstags ab 23h. Die Cocktails kosten zwischen zehn und 19 Euro. the-­grand-­berlin.com/bar