27. März 2010

Restaurants und Hotels in Las Vegas

Las Vegas Strip Fotos copyright: Redden

Fotos copyright: Gabriele Redden

Viva Las Vegas: Die besten Restaurant- und Hotel-Adressen in der Wüstenstadt. Von Puck bis Keller, von Spago bis Bouchon

Knapp 40 Millionen Besucher im Jahr können nicht lügen: Las Vegas gehört zu den Städten, da muss man mal gewesen sein. Die Glitzerstadt in der Pomp und Glamour groß geschrieben werden, liegt mitten in der Mojave-Wüste des US-Staates Nevada, hat fast immer schönes Wetter, einige wunderschöne Golfplätze, ist Ausgangspunkt für Touren zum Grand Canyon, Red Rock, Hoover-Damm, Lake Mead und übertrifft sich ständig neu.

Las Vegas ist die Stadt mit der größten Wachstumsrate in der westlichen Welt. Hier findet neben vielen anderen internationalen Messen die CES, die inzwischen größte und wichtigste Computermesse der Welt statt, mit ständig steigenden Besucherzahlen.

Hier entstehen trotz Wirtschaftskrise noch immer neue, riesige Hotelkomplexe mit Erlebniswelten wie einem nachgebauten Vendig oder Paris, mit künstlichen Dschungeln, Chinatowns, Treasure Islands und riesigen Casinos, mit Tausenden von Spielautomaten Roulettetischen und Wettbüros - denn hier ist jede Art von Glücksspiel erlaubt.

Und natürlich kommen Touristen nach Las Vegas, um hier ihr Glück zu machen, um Showstars wie Celine Dion, Bon Jovi oder Bette Middler persönlich zu erleben, sich Musicals wie Abba oder Phantom of the Opera anzusehen, sich von Cirque de Soleil oder Magiern mit weißen Tigern verzaubern zu lassen, manche fliegen ein um zu heiraten und andere um sich wieder scheiden zu lassen, weil beides genau so schnell geht, wie das Brötchenholen beim Bäcker an der Ecke.

Mit der Anzahl der neuen Luxus-Hotels wächst auch die Anzahl der Luxus-Restaurants. Inzwischen hat Las Vegas kulinarisch Weltklasse zu bieten. Die besonderen Attraktionen der Stadt sind die Gourmet-Adressen von Jean-Georges Vongerichten, Thomas Keller, Emeril Lagasse, Nobu Matsuhisa oder Alain Ducasse.

Angefangen hat alles mehr zufällig mit Wolfgang Puck - neben Arnold Schwarzenegger der berühmteste Österreicher Amerikas und mit seinem Restaurant Spago in Hollywood in die kulinarische Weltgeschichte eingegangen. Er kam vor einigen Jahren zum ersten Mal nach Las Vegas, um einen Boxkampf zu sehen und war von der Stadt begeistert. Als cleverer Geschäftsmann realisierte er sofort ihr Potential und beschloss sein erfolgreiches Spago-Konzept nach Las Vegas zu bringen.

Inzwischen hat er vier Restaurants, im berühmten Caesars Palace (Foto), im MGM Grand, im Mandalay Bay und im Venetian, in denen Service und Atmosphäre besonders angenehm sind. Sein Stil ist im Gegensatz zur trendigen Fusion-Küche eher europäisch orientiert, aber erstklassig! Längst haben berühmte Kollegen nachgezogen und ihre exklusiven Restaurants in den Super-Hotels wie im Bellagio, Wynn (Foto unten), Mirage (Foto oben) oder Stardust etabliert.

Auch ein Deutscher ist unter den Küchenstars: Martin Heierling, in Heidelberg geboren, in Auckland Neu Seeland aufgewachsen und in Franz Kellers Schwarzem Adler das Handwerk gelernt ist heute der Superstar im Sensi, dem Gourmet-Tempel des Bellagio. In der gläsernen Küche kann man seine Kochkunst bewundern, während man auf "Gänseleber mit karamellisierten Cranberries" oder "Wraps mit Rock-Shrimps und Pomelo" wartet. Alles nicht billig aber sehr gut und im Vergleich zum 20.000-Dollar-Tasting-Menü mit Jahrgangs-Champagner im Fleur de Lys im Mandalay Bay geradezu geschenkt.

Im selben Hotel beweist aber auch der New Yorker Rick Moonen in seinem rm-Seafood, dass man auch zu günstigen Preisen hervorragend essen kann, z.B. "Crab- und Shrimp-Tempura" und "Asiatisch-aromatisierter Thunfisch", zusammen für 15 Dollar. Einheimische jedoch suchen ihr kulinarisches Vergnügen anderswo, denn auch kleine Restaurants abseits des Sunset Strip haben von der Immigration der großen Chefs profitiert und das Niveau ihrer Küche - aber nicht ihre Preise - enorm angehoben.

Beispielsweise Rosemary's Restaurant von Michael Jordan der sich früher bei Emeril Lagasse seine Sporen verdiente. Hier kostet ein 3 gängiges First-Class-Menü 55 Dollar - und sonntags jede Flasche Wein der eindrucksvollen Weinkarte nur die Hälfte.

Wer noch nie in Las Vegas war, hat viele Gründe auf jeden Fall mal hinzufliegen: Nirgendwo ist das Nachtleben schillernder, nirgendwo kann man als Tourist mehr erleben und nirgendwo kann man so schnell sein Glück machen - oder verlieren.

Eure

Gabi Redden

Die besten Restaurant-Adressen in Las Vegas

Bouchon: Im "Hotel Venetian", 3355 Las Vegas Blvd. South, Tel. 414 62 00, www.bouchonbistro.com, kein Ruhetag, Hauptgerichte Euro 18-35 Küchenchef: Thomas Keller

Fleur de Lys: Im "Mandalay Bay", 3950 Las Vegas Blvd. South, Tel. 632 93 00, www.rmseafood.com, kein Ruhetag, Menüs 500 bis 20.000 Euro. Küchenchef: Huber Keller

Joël Robuchon: Im Hotel "MGM Grand", 3799 Las Vegas Blvd. South, Tel. 891 79 25, www.mgmgrand.com, kein Ruhetag, nur Abendessen Hauptgerichte Euro 53-109 Küchenchef: Joël Robuchon

Rosemary's Restaurant: 8185 West Sahara Avenue, Tel. 702 735 3033, www. rosemarysrestaurant.com, kein Ruhetag, Lunch und Dinner Küchenchef: Michael Jordan

rm Seafood: Im Hotel "Mandalay Bay", 3950 Las Vegas Blvd. South, Tel. 632 93 00, www.rmseafood.com, kein Ruhetag, Hauptgerichte 30 bis 40 Euro. Küchenchef: Rick Moonen

Sensi: Im "Hotel Bellagio", 3600 Las Vegas Blvd. South, Tel. 693 88 00, Fax 693 72 23, www.bellagio.com, kein Ruhetag, Hauptgerichte 24 bis 30 Euro. Küchenchef: Martin Heierlein

Spago: Im The Forum at Caesars, 3500 Las Vegas Blvd. South, Tel. 369 63 00, Fax 3690361, www.wolfgangpuck.com, kein Ruhetag, Hauptgerichte 21 bis 35 Euro. Küchenchef: Wolfgang Puck