NEWS
18. April 2008

Riesling boomt und boomt in Deutschland, Rotwein geht zurück

Deutschlands wichtigste Rebsorte Riesling hat 2007 im Anbau weiter zugelegt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren im vergangenen Jahr 21.722 Hektar, also 21,3 Prozent der deutschen Rebfläche von insgesamt 102.026 ha mit Rieslingreben bestockt. Dies entspricht einem Plus von rund 500 ha im Vergleich zum Vorjahr.

Die Mosel ist mit 5.272 ha das größte deutsche Rieslinganbaugebiet, dicht gefolgt von der Pfalz mit 5.248 ha. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) verfügt Deutschland weltweit gesehen über mehr als 60 Prozent der Rebflächen, auf denen diese internationale Trendrebsorte derzeit angebaut wird.

Weitere wichtige Weißweinrebsorten sind gemessen an der Anbaufläche in Deutschland der Rivaner bzw. Müller-Thurgau (14 Prozent), der Silvaner (5 Prozent) sowie der Grau- und Weißburgunder (4,3 bzw 3,5 Prozent). Nennenswerte Flächenzuwächse im Weißweinbereich, der insgesamt 63,2 Prozent der Gesamtrebfläche einnimmt, hatte neben dem Riesling nur noch der Weißburgunder (plus 98 ha).

Die deutliche Tendenz der letzten Jahre, den Rotweinanbau auszudehnen, hat sich in 2007 nicht weiter fortgesetzt. Mit einem Anteil von 36,8 Prozent (37.674 ha) Rotweinsorten an der Gesamtrebfläche ging der Rotweinanbau im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht zurück (minus 114 ha).

Deutschlands bedeutendste Rotweinsorte bleibt mit 11.820 ha der Spätburgunder (plus 11 ha) gefolgt vom Dornfelder mit 8185 ha (minus 47 ha). Internationale Rotweinsorten wie Merlot oder Cabernet Sauvignon nehmen bis dato nur einen vergleichsweise geringen Flächenanteil von 431 bzw. 278 ha ein. Insgesamt werden bundesweit über hundert verschiedene Rebsorten angebaut, von denen jedoch die zehn wichtigsten allein drei Viertel der deutschen Rebfläche abdecken.