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26. Mai 2014

Riesling soll nicht modisch werden

Trotz der weltweiten Renaissance muss der Riesling nach Ansicht von deutschen Top-Winzern Nischenprodukt bleiben

"Wir wollen auf keinen Fall modisch sein", sagte der Vorsitzende des Verbands der Prädikatsweingüter (VDP) im Rheingau, Wilhelm Weil. Der Riesling müsse sein eigenes Gesicht bewahren und dürfe nicht "kopierbar" werden. Wegen der weltweit geringen Ernte an Riesling werde es auch keinen "Mengendruck" geben.

Der VDP organisiert in Eltville eine internationale Riesling-Tagung mit Weingütern aus aller Welt. Weltweit liegt der Anteil der Rieslingtraube im Weinmarkt bei weniger als 1 Prozent. Rund die Hälfte des gesamten Rieslings wird in Deutschland produziert. Dahinter kommen Australien und die USA. Dort hatte die "Riesling-Renaissance" in den vergangenen Jahren ihren Ursprung.

Weil rief Deutschlands Riesling-Erzeuger auf, die Etiketten auf den Flaschen zu vereinfachen. Der VDP unterscheidet seit kurzem noch Gutsweine, Ortsweine sowie Erste und Große Lagen. Prädikate gibt es nur noch für fruchtsüße Weine. dpa