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14. März 2009

Rosé-Wein: Traditionalisten kontra Verschnitt

Frankreich wehrt sich gegen EU-Verschnitt-Plan bei Rose-Weinen

Frankreich wehrt sich gegen EU-Pläne, nach denen Rosé-Weine künftig auch aus einem Verschnitt von Weiß- und Rotwein hergestellt werden dürfen. Eine solche Entscheidung gefährde die Existenz derjenigen Produzenten, die sich mit der traditionellen Herstellungsmethode für Qualität einsetzten, erklärte Umweltminister Michel Barnier.

Er habe erneut an EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel appelliert, die alte Regelung in Kraft zu lassen. In der EU darf Rosé derzeit nur aus Rotweintrauben hergestellt werden.

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen die Einschränkungen für die Rosé-Produktion zum 1. August aufgehoben werden, da sie auf dem Weltmarkt eine Benachteiligung darstellen.

Außerhalb der EU darf Rosé auch aus einer Mischung aus Rot- und Weißwein hergestellt werden. Die endgültige EU-Entscheidung soll nach Angaben aus Paris in den kommenden zwei Monaten fallen. dpa