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09. Juli 2007

Rotwein oder Totsein

Überfall auf das Gourmet-Restaurant "La Fayette" an der Hamburger Zimmerstraße. In der späten Nacht von Sonnabend auf Sonntag reißen drei Typen die Tür auf. Sie tragen Masken, Macheten und Messer und brüllen "Überfall!". Einer hält der Köchin ein Messer an den Hals, drängt sie in einen Hinterraum. Er will sie mit drei Angestellten einschließen. Einer geht mit dem 30 Zentimeter langen Messer auf den Wirt los.

Der nimmt all seinen Mut zusammen und greift nach den Flaschen auf dem Tresen und schleudert sie mit Schwung in Richtung Ganoven. Einen trifft er an der Brust, es war ein "Grand-Puy Ducasse", der Bordeaux kostet im "La Fayette" 125 Euro. Als der andere Komplize in die Kasse greift, fliegt die nächste Flasche. Kinn-Treffer! Es war ein "Bricco dellUccellone", der wunderbar fruchtige Wein aus dem Piemont, körperreich und geschmeidig. Als Wurfgeschoss eingesetzt für 85 Euro, glücklicherweise nur ein Jahrgang 2000.

Mit so viel Gegenwehr haben die Täter nicht gerechnet - sie fliehen mit mehreren Hundert Euro. Es fliegen noch ein "Gautier Grand Fine Champagne Cognac" aus dem Jahre 1949 und ein " Giscours" aus dem Margaux, mehr als 300 Euro im Restaurant, hinterher und zersplittern an der Tür.

Niko wusste schon immer, das Bordeaux waffenscheinpflichtig ist. Auf den Wirt!

 

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