Die neue Kampagne der San-Marzano-Tomate aus dem Agro Nocerino Sarnese g.U., die in Kürze beginnt, steht im Zeichen von Innovation, wachsender internationaler Nachfrage und einer stärkeren Positionierung auf europäischen Märkten. Besonders in Deutschland verzeichnet das Produkt ein Exportwachstum von 5 Prozent, während auch aus Frankreich erste positive Marktsignale kommen. Parallel dazu arbeitet das Schutzkonsortium an neuen Maßnahmen zur besseren Wiedererkennbarkeit der zertifizierten Produkte.
Rekordpreise für Landwirte
Ein zentraler Faktor der kommenden Kampagne bleibt die angemessene Vergütung der landwirtschaftlichen Betriebe im Anbaugebiet. Im vergangenen Jahr zahlten die verarbeitenden Unternehmen den Landwirten einen durchschnittlichen Preis von 0,66 Euro pro Kilogramm – der höchste Wert seit der Anerkennung der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.). Für die neue Saison wird eine weitere Anpassung nach oben erwartet. Ziel ist es, zusätzliche Anbauflächen zu erschließen und die steigende Nachfrage auf den internationalen Märkten zu bedienen, insbesondere in Deutschland.
Wachstum auf dem deutschen Markt
Im Jahr 2025 stiegen die Exporte der San-Marzano-Tomate aus dem Agro Nocerino Sarnese g.U. nach Deutschland um 5 Prozent. Der Marktwert wuchs dabei von rund 200.000 Euro auf fast eine halbe Million Euro.
„Es handelt sich zwar noch nicht um sehr große Zahlen“, erklärt Giampiero Manfuso, Präsident des Konsortiums. „Doch sie zeigen einen klaren Wachstumstrend, der uns optimistisch stimmt. Erste ähnliche Entwicklungen beobachten wir inzwischen auch auf dem französischen Markt. Wer ein g.U.-Produkt probiert, erkennt schnell den Unterschied zur gewöhnlichen Tomate und entscheidet sich in der Regel erneut für die San-Marzano-Tomate.“
Zur Homepage: TOMATE SAN MARZANO DOP
Einheitliche Kennzeichnung für mehr Transparenz
Um die Wiedererkennbarkeit des Produkts weiter zu stärken, plant das Konsortium die Einführung eines einheitlichen Kennzeichnungsbands auf allen Etiketten der San-Marzano-Tomate g.U. „Damit wird noch deutlicher sichtbar, welche Produkte tatsächlich zertifiziert sind“, so Manfuso. „Verbraucherinnen und Verbraucher können dadurch einfacher eine bewusste Kaufentscheidung treffen.“
Satellitentechnologie für präzisere Prognosen
Parallel investiert das Konsortium in neue Technologien. Ein satellitengestütztes System zur Überwachung der Anbauflächen wird künftig bereits Anfang Juli erste präzise Angaben zu Qualität und verfügbaren Mengen liefern – etwa anderthalb Monate früher als bisher. Diese Daten ermöglichen es den verarbeitenden Unternehmen, frühzeitig verlässliche Prognosen zu erstellen und Vertragsverhandlungen mit Importeuren effizienter zu gestalten.
Internationale Promotion in Deutschland und Frankreich
Die aktuellen Ergebnisse sind auch auf gezielte Informations- und Promotionsmaßnahmen in den wichtigsten europäischen Zielmärkten zurückzuführen. Das Programm wird mit Unterstützung des MASAF – Ministerium für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forsten umgesetzt.
Der Startschuss fiel im Juni 2025 mit einer Pressereise in das Herkunftsgebiet der Tomate, an der Journalistinnen, Journalisten und Einkäufer aus Deutschland und Frankreich teilnahmen. In den folgenden Monaten umfasste das Programm unter anderem Social-Media-Aktivitäten, die Teilnahme an der internationalen Fachmesse ANUGA in Köln sowie eine Networking-Veranstaltung für Presse und Handel in Paris in der La Brasserie Italienne.



