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16. Oktober 2015

Saveur Good Taste Award Berlin ist vegetarische Hauptstadt

Saveur Good Taste Award | Berlin ist vegetarische Hauptstadt

Das US-Gourmetmagazin Saveur verleiht in New York "Saveur Good Taste Award" an Berlin.

Mehr als Currywurst und Döner: Berlin wurde in New York City vom angesehenen US-Magazin Saveur zur neuen vegetarischen Hauptstadt gekürt. Die internationale Auszeichnung der Feinschmeckerzeitschrift würdigt die kulinarische Entwicklung der Stadt mit einer Vielfalt von rund 30 veganen und 300 vegetarischen Restaurants und Imbissen. Die Gewinner der "Saveur Awards" werden jährlich von den rund 325.000 Lesern sowie den Redakteuren des in New York ansässigen Feinschmeckermagazins gekürt.

Die Auszeichnung würdigt, dass sich Berlin gastronomisch weiterentwickelt habe. Die hochwertige grüne Küche überflügele mittlerweile sogar das eher fleischlastige Berliner Angebot, schreibt Saveur in der Begründung. Die internationale Zuwanderung sowie die Unkonventionalität der Stadt hätten maßgeblich zur neuen vegetarischen und veganen Vielfalt beigetragen, so das Magazin. Die vegetarischen Lokale seien auch attraktiv für Besucher, die sonst Fleisch konsumierten.

Marheineke Markthalle – © BGM/BvS / Fotograf: von Schröder

Marheineke Markthalle – © BGM/BvS / Fotograf: von Schröder

Die vegetarische Küche ist im Herzen der Berliner Gastroszene angekommen. Das Lokal Cookies Cream gilt als Trendsetter für die vegetarisch-hochwertige Gastronomie Berlins und wurde 2014 vom Gault-Millau-Gourmetführer ausgezeichnet. Das vegane Restaurant Lucky Leek hat sich bereits einen Eintrag in den renommierten Guide Michelin erkocht. Zudem verwenden immer mehr Restaurantchefs biologisch und regional angebaute Zutaten und setzen vegetarische Gerichte auf die Karte wie das Nobelhart & Schmutzig. Selbst an Imbissständen werden "Vöner" (vegetarische Döner) angeboten.

Der gastronomische Trend in Berlin geht einher mit einer verstärkten Nachfrage nach biologisch und nachhaltig produzierten Stoffen, veganer Mode, sozialen Koch-Projekten, "Resteverwertungs-Restaurants" wie dem geplanten "Restlos Glücklich" und dem "Upcycling" von gebrauchten Möbeln oder Kleidungsstücken.