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06. März 2009

Schmuddel-Listen nur in Pankow

Die Veröffentlichung von Listen mit Ekel-Restaurants wird nicht auf ganz Berlin ausgeweitet

Zunächst soll es solche Listen nur im Bezirk Pankow geben. "Wir haben uns heute entschieden, dass erst einmal kein Bezirk dem Beispiel Pankows folgen wird", sagte der Gesundheits-Staatssekretär Benjamin Hoff (Linke) nach einem Treffen mit den zuständigen Bezirksstadträten.

Stattdessen sollen bei der nächsten Sitzung der Stadträte weitere Möglichkeiten der Kontrolle von Restaurants, Imbissen und Lebensmitteläden überprüft werden. Bis dahin soll das Modell Pankow als Pilotprojekt bis Ende des Jahres fortgesetzt und dann ausgewertet werden.

Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) hatte sich schon vor einigen Tagen dafür eingesetzt, das Pankower Modell auch in anderen Bezirken zu übernehmen. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) forderte inzwischen eine bundesweite Veröffentlichung der Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrolle im Internet.

"Die Veröffentlichung der Ergebnisse unter Nennung der Betriebe muss zur Regel werden", verlangte Vorstand Gerd Billen. Dabei gehe es nicht um einen "Pranger, sondern um Transparenz und die Wahrung grundlegender Informationsrechte" für "mündige Verbraucher". dpa

Niko meint: Sehr schade. So wäre großer öffentlicher Druck im Sinne des Verbrauchers aufgebaut worden. Jetzt wird der Ansatz sicher verwässert.