03. November 2009

Schweizer Hüttenromantik gegen die Krise

Mit Hüttenromantik und viel Werbung kämpft die Schweiz in der Krise gegen den zurückgehenden Tourismus an

Nach einem historischen Einbruch der Anzahl der Übernachtungen in den vergangenen zwölf Monaten müssten die Hotels auch kommenden Winter mit weniger Gästen rechnen, sagte Richard Kämpf vom Staatssekretariat für Wirtschaft in Bern. Zwischen November 2008 und Oktober 2009 sank die Zahl der Hotelübernachtungen um 5,7 Prozent.

Vor allem der Nachfrage-Rückgang bei ausländischen Besuchern schlug mit einem Minus von 7,6 Prozent zu Buche. Regelrechte Einbrüche gab es bei den Touristen aus England (minus 20,5 Prozent) und den USA (minus 11,9 Prozent). Für sie fiel neben der Krise auch der massiv teurere Schweizer Franken ins Gewicht.

Mit einem Werbehaushalt von rund 26 Millionen Franken (etwa 17 Millionen Euro) nach 19,5 Millionen Franken im Vorjahr will die Organisation «Schweiz Tourismus» nun das Ferien-Geschäft im Winterhalbjahr anheizen. Im Zentrum der Winterkampagne in mehreren europäischen Ländern steht dabei die Schweizer Berghütte «als Oase der Gastfreundschaft». Ein «Hüttenfinder» im Internet bietet die Porträts von über 500 Schweizer Hütten, die für Einfachheit und Authentizität stehen sollen. dpa