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29. Dezember 2011

Sekt Special zu Silvester

Sektbranche rechnet mit Absatzplus - Rosé bleibt im Trend - Cocktail Hugo kommt - Schlumberger mit Cuvée Klimt Der Kuss

Anlässlich des Klimt Jahres 2012 erscheint die Cuvée Klimt Edition Der Kuss im neuen Glanz. Anlässlich seines 150. Geburtstages steht das kommende Jahr ganz im Zeichen des außergewöhnlichen Malers. Österreichs Wein- und Sektkellerei Schlumberger feiert dieses Jubiläum mit einem Geschenk, der Cuvée Klimt in der Edition Der Kuss.

Eines der bekanntesten Bilder der Welt ziert nicht nur die 0,75L Flasche, sondern auch den aufwendig veredelten Geschenkkarton. Feinperlig und sehr fruchtbetont präsentiert sich Der Kuss von Schlumberger, der als reinsortiger Welschriesling-Sekt nach der Méthode Traditionnelle gereift ist.

Sektbranche rechnet mit Absatzplus von drei Prozent

Die deutschen Sektkellereien rechnen für 2011 mit einem Absatzplus von rund drei Prozent. «Es ging ein bisschen langsam los und hat sich dann erfreulich positiv gestaltet», sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Sektkellereien, Ralf Peter Müller, der dpa in Wiesbaden. Zum geschätzten Umsatz 2011 gebe es keine Zahlen - allerdings seien die Preise stabil geblieben.

Deutschlands drittgrößter Sekthersteller Schloss Wachenheim (Trier) wird eigenen Schätzungen zufolge in den Monaten Oktober bis Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Absatzplus von mehr als sieben Prozent verzeichnen. «Die derzeitige gute Konsumstimmung der Deutschen wirkt sich auch positiv auf die Feierlaune zu Silvester aus. Die Verbraucher lassen - offensichtlich unbeeindruckt von der Eurokrise - die Korken knallen», teilte der Vorstandssprecher der Sektkellerei Schloss Wachenheim AG, Wilhelm Seiler mit.

Die Menschen seien zwar besorgt über die Wirtschaftskrise - verzichteten jedoch dennoch nicht auf die «kleinen Genüsse», sagte Verbands-Geschäftsführer Müller. Er blicke auch zuversichtlich ins kommende Jahr. Bei den Preisen erwartet Müller keine großen Sprünge, dies sei jedoch branchenübergreifend schwer zu prognostizieren.

Den Löwenanteil des Sektmarktes teilen sich in Deutschland Rotkäppchen-Mumm, Henkell & Co. und Schloss Wachenheim. Anhand der Statistik für die Sektsteuer werden nach den Worten von Müller rund 2000 Sekthersteller deutschlandweit ausgewiesen. Darunter fallen auch alle Winzer, die einen Teil ihrer Weine bei einem der rund 100 Lohnversekter verarbeiten lassen.

Deutschland ist der weltweit größte Markt für moussierende (schäumende) Weine, wie Henkell-Sprecher Jan Rock mitteilte. «So steht Deutschland für knapp ein Viertel des Weltkonsums und knapp ein Drittel des Europakonsums.» Jährlich würden in Deutschland derzeit rund 425 Millionen Flaschen ausgeschenkt. «Im Trend sind in den letzen Jahren vor allem die Rosé-Sekte», sagte Rock. Lag der Rosé-Markt bis vor fünf Jahren bei unter zwei Prozent, sei er nun auf mehr als zwölf Prozent gewachsen. Ein weiterer Trend gehe zu alkoholfreien Sekten.

Das vierte Quartal des Jahres - und vor allem der Dezember - ist traditionell die absatzstärkste Zeit für Sekt und Champagner. «Hierbei gilt die Faustformel "desto Premium desto Dezember"», erklärte Rock. Als kleine Sektsaison gelten außerdem Karneval - eher für die Konsummarken - sowie die Osterzeit für höhere Qualitäten. Nach wie vor bevorzugten knapp die Hälfte der deutschen Sekttrinker trockene Sorten (47 Prozent). Auf der Geschmacksskala folgten halbtrockene Tropfen, jeder zehnte verkaufte Sekt sei mild. dpa

Cocktail-Experte: Hugo ist im Kommen

Fruchtig, spritzig oder doch sauer? Laut Bernhard Stöhr, Barchef aus Baiersbronn (Kreis Freudenstadt), ist der Sektcocktail Hugo auf dem Weg an die Spitze der Trendgetränke. «Der kommt aus Italien und wird mit Holundersirup, Limette und Minze gemacht und mit Prosecco aufgefüllt.»

Einen hat der Hugo nach Aussage von Stöhr aber noch nicht überholt: «Nach wie vor ist der Aperol Spritz die Nummer 1 im Sommerdrinkbereich», sagte Stöhr, der Präsident der Deutschen Barkeeper-Union ist, auf Anfrage. In der dunklen Jahreszeit sind auch an der Bar wieder Klassiker wie Glühwein oder Feuerzangenbowle gefragt.

120 Cocktails hat Stöhr in seinem Haus, der «Traube Tonbach», im Angebot. Klassiker wie ein Martini-Cocktail blieben stets auf der Karte. Auch andere Drinks seien nicht wegzudenken. «Bei den Frauen wird sehr viel der Cosmopolitan getrunken - ein In-Drink, der sehr bekannt wurde durch "Sex and the City"». Bei den Herren seien eher kräftigere Drinks wie Mai Tai oder Caipirinha beliebt.

Andere Getränke liefen jedoch überhaupt nicht mehr: «Schade darum, aber sehr out sind die Flips. Ein Flip ist immer mit einem Ei. Aber als die Salmonellen-Geschichte kam, wurden in den meisten Bars die Flips von der Karte genommen.» dpa