24. März 2009

Sekt-Umsatz hat zugelegt

Die Deutschen haben 2008 mehr Schaumwein gekauft als im Jahr zuvor

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr wieder mehr Sekt und andere Schaumweine getrunken. Nach am Dienstag vorgelegten Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2008 lag der Inlandsabsatz mit 319 Millionen Litern so hoch wie seit 2001 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Verbrauch um 2,8 Prozent und rettete damit die deutschen Hersteller, die beim Export deutliche Einbußen hinnehmen mussten.

So ging der Export um 12,2 Prozent auf 20,6 Millionen Liter zurück, wobei die Ausfuhren in die EU noch deutlicher sanken als in Drittländer. Insgesamt konnten die Unternehmen 340 Millionen Liter absetzen, ein Plus von 1,7 Prozent.

Mit einem Durchschnittskonsum von rund 3,8 Liter pro Kopf und Jahr bleiben die Deutschen die eifrigsten Sekttrinker der Welt. Die Zahlen beschreiben den Absatz nach der Schaumweinsteuerstatistik. Darin sind sowohl die im Inland produzierten Getränke als auch Importware wie beispielsweise Champagner enthalten. Auch Fruchtschaumweine mit einem Alkoholgehalt von unter sechs Prozent sind dabei.

Die starke Konzentration des Marktes schlägt sich auch in der Statistik nieder. So machen die fünf größten Hersteller 87,6 Prozent der im Inland produzierten Absatzmenge unter sich aus. Insgesamt gab es im Inland 1181 Sekt- und Schaumweinhersteller. Da der deutsche Marktführer Rotkäppchen-Mumm in Sachsen-Anhalt sitzt, entfiel auf das Land 41,7 Prozent der Absatzmenge. Es folgen Rheinland-Pfalz (32,2) und Hessen (22,6 Prozent), wo die anderen großen Hersteller sitzen. dpa