08. Juni 2009

Sekthersteller Henkell wächst

Der Umsatz des Sektherstellers Henkell ist im vergangenen Jahr dank seiner Auslandstöchter gewachsen

Insgesamt lag der Umsatz der Gruppe mit 594,2 Millionen Euro um 4,4 Prozent über dem Wert des Jahres 2007, wie der Chef der Henkell & Co. Sektkellerei Hans-Henning Wiegmann mitteilte. Im Inland gab es dabei ein Minus von 9,7 Prozent auf 307,2 Millionen Euro, weil Henkell die Preise erhöht hatte und deshalb weniger Sekt gekauft wurde. Im Ausland legten die Erlöse um 25,3 Prozent auf 287,0 Millionen Euro zu. Das Ergebnis nannte Wiegmann wie üblich nicht, merkte aber an, es habe «die Erwartungen erfüllt». In den ersten fünf Monaten dieses Jahres zeichneten sich deutliche Zuwächse ab.

Den Umsatzrückgang als Folge höherer Preise hatte das Unternehmen einkalkuliert. Wiegmann führte die «Preisanpassungen» auf gestiegene Rohstoffpreise und Bemühungen um die Produktqualität zurück. Die Gruppe verkaufte im vergangenen Jahr 220,6 Millionen 0,75-Liter-Flaschen und damit nur 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In diesem Jahr seien keine wesentlichen Preiserhöhungen geplant.

Henkell hatte 2008 seine Auslandsaktivitäten ausgeweitet. So wurde der italienische Prosecco- und Spumante-Anbieter Mionetto übernommen. Mit Vitis Pezinok schluckte das Wiesbadener Unternehmen den nach seinen Angaben führenden slowakischen Weinproduzenten. Im Januar 2009 folgte der Kauf des polnischen Gin-Marktführers Gin Lubuski.

Die Gruppe mit Marken wie Deinhard, Söhnlein, Wodka Gorbatschow und Batida de Coco ist nunmehr in zehn europäischen Ländern mit eigenen Unternehmen vertreten. Die Mitarbeiterzahl im Inland blieb mit 252 Beschäftigten im vergangenen Jahr fast unverändert, im Ausland stieg sie um 553 auf 1641 Beschäftigte. dpa