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09. Oktober 2009

Silvaner im Lexikon

Kleines Wein-ABC: der Silvaner

Der Silvaner zählt zu den ältesten heute noch kultivierten Weißweinreben in Deutschland. Er wird vor allem in Rheinhessen, Franken und der Pfalz angebaut. Bundesweit wurde der Rebstock erstmals 1659 im unterfränkischen Castell gepflanzt und verbreitete sich anschließend entlang des Rheins.

In den frühsten Erwähnungen in Franken im 17. Jahrhundert wurde der Weißwein stets als Österreicher bezeichnet, während im 18. und 19. Jahrhundert beide Begriffe - Österreicher und Silvaner - synonym behandelt worden. Heute steht fest, dass der Silvaner eine Kreuzung aus Traminer und Österreichisch-Weiß ist.

In den vergangenen Jahrzehnten sank sein Flächenanteil jedoch beständig; heute hat sich der Silvaner bei etwa fünf Prozent der Gesamtanbaufläche stabilisiert. Jährlich werden in Franken nach Angaben des Fränkischen Weinbauverbands aus Würzburg 40 bis 50 Millionen Liter Wein erzeugt, gut 80 Prozent davon sind Weißwein. Jede dritte Flasche enthält einen Müller-Thurgau, jede fünfte einen Silvaner. dpa

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